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Schöllkraut
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auch: Warzenkraut,
Gewöhnliches Schöllkraut,
Goldwurz, Schällkraut, Schellkraut, Gelbes Millkraut, Schillkraut, Schindkraut,
Schöllkraut, Schwalbenwurz, Wulstkraut
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Familie:
Mohngewächse
(Papaveraceae) |
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Greater Celandine
(engl.)
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Lt:
Chelidonium majus
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Kleine Pflanzenkunde
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Das Schöllkraut ist eine ausdauernde
Pflanze (Staude) mit einer Wuchshöhe von bis zu 90 Zentimetern. Der Stängel
ist rund, verzweigt, behaart, zerbrechlich, aufrecht und enthält orangegelben
Milchsaft. Die Blätter stehen wechselständig. Schöllkraut blüht
goldgelb in armblütigen Dolden. Die Frucht wird als schmale Schote
gebildet. Das Schöllkraut enthält, wie auch andere Mohngewächse, giftige Alkaloide. Deshalb sollten die
Dosierung mit Bedacht erfolgen.
Blütezeit / Sammelzeit: April
bis Oktober |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für:
Augen, Blutkreislauf / Durchblutung / Blutdruck, Galle, Haare und Kopfhaut, Leber, Nieren |
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Anwendung bei:
Warzen, Krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenwege und des Magen-Darmtrakts
(Koliken), Gallenbeschwerden, Angina, Asthma, Arteriosklerose, Hypertonie,
Magenkrebs, Arthritis, Gicht und Wassersucht
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Eigenschaften:
krampflösend, beruhigend, zellwachstumshemmend, gallensekretionsfördernd,
antiviral
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Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Flavonoide |
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Wirksame
Teile: Schöllkraut, Chelidonii herba |
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Rezepturen: Die Anwendung erfolgt innerlich als Tee
(und Fertigarzneimittel), äußerlich wird der frische Pflanzensaft
genutzt.
Hinweis: Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«. |
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In der Tierheilkunde
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Schöllkraut
(Chelidonium majus) gilt für Schweine, Kaninchen und Meerschweinchen als unverträglich bzw. wird für diese Tiere als Giftpflanze deklariert.
Schöllkraut enthält Alkaloide als Bitterstoffe. Die meisten Alkaloide sind giftig und haben einen bitteren
Geschmack. Allen Alkaloiden ist gemein, dass sie direkt auf den tierischen und menschlichen Organismus charakteristische Wirkungen haben. Über 10.000 verschiedene
Substanzen werden dieser Stoffgruppe zugeordnet.
Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort
ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine
eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier
bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in die Tierarztpraxis mit. |
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In alten
Büchern gestöbert
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 3. Band: Seite 976 |
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Chelidonium L. (Schöllkraut), Gattung aus der Familie der
Papaveraceen, mit der einzigen Art Chelidonium majus L. (Schwalbenkraut, Gilbkraut, Schöll- oder
Goldwurz), ein zartes, bis 1 m hohes Kraut mit ansehnlicher, ausdauernder Wurzel, behaartem
Stengel, abwechselnd stehenden, gefiedert-fiederspaltigen Blättern mit doppelt lappig gekerbten, oberseits hell-, unterseits bläulichgrünen Blättchen. Die gelben Blüten stehen in einfachen Dolden, die Kapsel ist
lang schotenförmig, vielsamig. Es wächst an schattigen Stellen in Europa und Nordasien und ist in Nordamerika eingewandert. |
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Die ganze Pflanze ist mit einem scharfen, rotgelben Milchsaft erfüllt, welchem sie den bittern, brennenden Geschmack verdankt. Der widerliche Geruch
verschwindet beim Trocknen fast vollständig. Sie enthält an eigentümlichen Stoffen
Chelerythrin, Chelidonin, Chelidonsäure und einen nicht näher untersuchten Farbstoff, das
Chelidoxanthin. Das Chelidonium ist schon seit dem Altertum in medizinischem Gebrauch, doch wird es gegenwärtig kaum noch
angewandt. Der gelbe Milchsaft wirkt in kleinen Gaben reizend, in größern Gaben narkotisch-scharf und sogar lebensgefährlich. Er wird häufig zum Vertreiben
der Warzen, auch gegen Sommersprosse und Hautausschläge benutzt. Die Alten hielten ihn für ein Spezifikum gegen die Milzsucht. |
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Hérba chelidónii majóris.
Schöllkraut. Chelidónium május. Papaveracéae.
Deutschland überall gemein. Das Kraut wird nur im frischen Zustände verwandt und zwar kurz vor der Blüthe Ende April, Anfang Mai. Es enthält dann 25 % eines gelben Milchsaftes,
der scharf und giftig wirkt. Man bereitet aus demselben eine Tinktur und ein Extrakt.
Bestandtheile. Ein giftig wirkendes Alkaloid Chelerytrin, ein nicht giftiges Chelidonin und einen gelben Farbstoff. |
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Weiterführende
Informationen
Kräuterbuch anno 1625
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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