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Besenginster
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auch:
Gilbkraut, Ginster, Brahmthee
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Familie: Schmetterlingsblütler
(Faboideae) |
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Lt:
Cytisus scoparius,
Sarothamnus
scoparius
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Kleine Pflanzenkunde
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Besenginster wächst auf extensiv
genutzten Weiden oder Wiesenflächen, an Waldrändern, Wegen und Böschungen.
Die frostempfindliche Pflanze bevorzugt stickstoffarme Böden. Der Besenginster-Strauch ist schnellwüchsig
und erreicht durchschnittliche eine Wuchshöhe von ein bis zwei Meter. Die besenförmigen,
fünfkantigen Zweige gaben ihn seinen Namen. Die Laubblätter stehen wechselständig und sind seidig-behaart.
Von Mai bis Juni blüht die Pflanze gold-gelb. Besenginster bildet hartschaligen Samen
in Hülsen aus. Bis Anfang September, sind diese Samen ausgereift, keimen
aber erst im zweiten Jahr. Die Keimung der Samen wird durch Brand gefördert,
daher gedeiht er besonders gut auf Brandweiden. |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Durchblutung, Herz, Kreislauf
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Anwendung bei:
Herzrhythmusstörungen, nervöse Herzbeschwerden, niedriger Blutdruck
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Wirkung: wehenfördernd,
anregend
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Sammelzeit: September
bis Oktober
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Inhaltsstoffe: Alkaloide Spartein, Lupanin, Hydroxylupanin
(Octalupin), Flavonglykosid Scoparin |
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Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1991: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; Risiken vorhanden / Bis 1%
als Hilfsdroge bzw. Geschmackskorrigenz verwendbar |
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Rezepturen & Produkte
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Achtung: Alle
Pflanzenteile des Besenginsters sind giftig! Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«.
Als Teedroge werden die getrockneten, holzigen, grünen Sprosse mit Zweigen und Blättern verwendet sowie die Blüten.
Durch falsche Dosierung kann es jedoch leicht zu Vergiftungserscheinungen kommen.
Daher empfehlen sich Fertigpräparate, als vom Arzt verordnete Medikation. |
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In der Tierheilkunde
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Ginster
(Cytisus scoparius) gilt als Giftpflanze für Pferde, Esel, Schafe, Hunde, Katzen, Kaninchen,
Meerschweinchen und Vögel. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in die Tierarztpraxis mit. |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Hérba genístae.
Brahmthee, Besenkraut, Ginster. Genísta tinctória. Papilionacéae.
Deutschland. Stengel gerieft; Blätter zerstreut, lanzettlich, sitzend, ganzrandig; Blüthen gelb, geruchlos;
Geschmack schleimig, etwas kratzend.
Bestandtheile. Gelber Farbstoff, ätherisches Oel, Gerbstoff. Anwendung. Harntreibend gegen Wassersucht.
Flores spártii scopárii oder genístae.
Ginster-, Besenkrautblumen.
Spártium scopárium. Papilionacéae. Europa.
Die getrockneten Blumen mit den Kelchen. Goldgelb, bis zu 2,5 cm lang. Geruchlos, Geschmack bitter.
Bestandtheile. Gelber Farbstoff; Spartein, ein Alkaloid von narkotischer Wirkung, welches in neuerer Zeit, namentlich als schwefelsaures Salz, medizinische Verwendung findet; Scoparin, stark harntreibend.
Anwendung. Als purgirendes und harntreibendes Mittel bei Wassersucht, Hautausschlägen etc.
Das reine Spartein ist ein flüchtiges Alkaloid und stellt eine farblose, ölige Flüssigkeit von schwachem, eigenthümlichem Geruch und stark bitterem Geschmack dar. Es verändert sich an der Luft sehr rasch. Spartein um sulfuricum bildet farblose, kleine, im Wasser leicht lösliche Krystallnadeln. Beide sind sehr giftig! |
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 15. Band:
Seite 109 |
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Spartĭum L. (Besenginster, Pfriemen), Gattung aus der Familie der Papilionaceen, Sträucher mit langen, rutenförmigen, eckig gefurchten Ästen, wenig zahlreichen gedreiten, am obern Teil auch einfachen Blättern und gestielten Blüten in Trauben oder Ähren. S. scoparium L. (Sarothamnus vulgaris Wimm., Besenpfriemen, Besenkraut), ein 3 m hoher Strauch, bisweilen mit echtem Stamm, ziemlich gerade aufsteigenden, grünen Ästen, kleinen, rundlichen, behaarten Blättchen, goldgelben Blüten in Trauben und schwärzlichen Hülsen, in Mitteleuropa, liefert in den Ästen Material zu Besen; auch hat man die Blüten zum Färben und die Knospen als Kapernsurrogat benutzt. Er gedeiht vortrefflich auf sandigem, schlechtem Boden und wird auf solchem bisweilen als Futterpflanze, zu forstlichen Zwecken und als Hecke angepflanzt; anderseits wird er im Forstbetrieb auch ein lästiges Unkraut.
Mehrere Varietäten kultiviert man als Ziersträucher. Ein in der Pflanze enthaltenes Alkaloid, Sparteïn, wird bei Herzschwäche und organischen Herzfehlern wie Digitalis benutzt. S. junceum L. (Sparthiantus junceus Lk., wohlriechende Pfriemen, Binsenpfriemen, spanischer Ginster), ein hoher Strauch mit wenigen einfachen, sehr schmalen Blättern, gelben, wohlriechenden Blüten in schlaffer Ähre und langen, schmalen Hülsen, in den Mittelmeerländern, liefert in den zähen, biegsamen Ästen Material zu Flechtwerk, außerdem Bastfasern zu Geweben. Als Zierstrauch hält er bei uns nur schwierig aus. Schon im Altertum wurde diese Pflanze zu Schiffsseilen, Decken, Schuhen benutzt, auch die Faser zu Geweben verarbeitet. |
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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