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Erdrauch
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auch:
Feldraute,
Ackerkraut, Erdkralle,
Erdraute, Gemeiner Erdrauch, Kratzheil, Krätzheil, Traubenkerbel
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Familie:
Erdrauchgewächse
(Fumariaceae) |
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Lt:
Fumaria
officinalis
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Kleine Pflanzenkunde
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Die medizinischen Eigenschaften des Erdrauches werden seit
dem Altertum genutzt. Erdrauch ist eine einjährige, bis zu 30 Zentimeter hohe, kahle
Pflanze. Die Stängel sind blau-grün, schwach und wachsen leicht
aufsteigend. Erdrauch blüht rosa bis purpurrot in blattachselständigen
Trauben. Die gelblichweiße Wurzel ist pfahlförmig, der Wurzelsaft hat
einen scharfen Geruch und einen bitter-salzigen Geschmack. |
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Blütezeit: Juni bis August, Sammelzeit: Juni bis August |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Galle, Hautirritationen, Pflege der Haut, Kopf
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Anwendung bei:
Gallenbeschwerden, Gallenkoliken, Hautleiden, Migräne, Verstopfung / aber
auch bei: Lebererkrankungen, Blasenleiden, Arteriosklerose, Rheumatismus
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Wirksame Teile: Kraut
(Fumariae herba)
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Eigenschaften: krampflösend
(auf den Verdauungstrakt) |
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Rezepturen
& Produkte
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Anwendung innerlich eher selten als Tee, äußerlich
zu Umschlägen und Bädern. Zubereitungen aus Erdrauchkraut müssen gegebenenfalls über
einen Zeitraum von mehreren Wochen angewendet werden.
Tee: Etwa ein bis zwei
Teelöffel voll (2 - 4 g) Erdrauchkraut werden mit siedendem Wasser (ca. 150 ml) übergossen und nach etwa
10 Minuten durch ein Teesieb gegeben. Soweit nicht anders verordnet, wird der noch warme, frisch
bereitete Teeaufguss eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken. |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Hérba fumáriae.
Erdrauch, Grindkraut.
Fumária officinális. Fumariacéae.
Deutschland. Stengel liegend, kantig; Blätter glatt, graugrün, mehrfach fiederspaltig, mit spatelförmigen Lappen; geruchlos; Geschmack bitter, etwas salzig.
Bestandtheile. Fumarin (ein bitteres Alkaloid), Fumarsäure und viele Salze. Ziemlich obsolet. |
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Meyers Konversations-Lexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 6. Band: Seite 783 |
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Fumaria
Tourn. (Erdrauch), Gattung aus der Familie der Fumariaceen, einjährige Kräuter mit saftigen, oft kletternden Stengeln, vielfach zerteilten Blättern, endständigen Blütentrauben und einsamigen Nüßchen. Etwa 40 Arten. Fumaria officinalis L. (gemeiner Erdrauch, Taubenkropf), fast in allen Erdteilen häufig vorkommend, mit roten Blüten, hat frisch zerquetscht einen widerlichen Geruch und einen salzig-bittern, etwas scharfen Geschmack; getrocknet ist er geruchlos und mehr bitter schmeckend. Er wurde seit Dioskorides arzneilich benutzt und war bis in die neuere Zeit eine der geschätztesten Arzneipflanzen.
Gegenwärtig ist er völlig obsolet. Er enthält ein Alkaloid, Fumarin, welches in farblosen Prismen kristallisiert, in Alkohol leicht, in Wasser schwer löslich ist, bitter schmeckt und alkalisch reagiert; außerdem Fumarsäure C4H4O4 , die auch sonst im Pflanzenreich weit verbreitet ist (in Pilzen, Cetraria islandica, Glaucium luteum etc.) und auf verschiedene Weise aus Äpfelsäure erhalten werden kann. Sie bildet farb- und geruchlose Kristalle, schmeckt und reagiert stark sauer, ist löslich in Wasser, Alkohol und Äther und kann leicht in Bernsteinsäure und Äpfelsäure verwandelt werden. |
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Weiterführende
Informationen
Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
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Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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