Gemeine Nachtkerze

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Nachtkerze

auch: Gemeine Nachtkerze, Eierblume, Gelbe Rapunzel, Gelber Nachtschatten, Härekraut, Nachtschlüsselblume, Raponitka, Rübenwurzel, Schinkenkraut, Stolzer Heinrich, Weinblume

Familie:

Nachtkerzengewächse 

(Onagraceae)

Evening Primrose (engl.)

 

Lt: Oenothera biennis

Kleine Pflanzenkunde

Nachtkerze - biolib.de 

Die Nachtkerze ist seit Anfang des 17. Jahrhunderts in Europa als Heilpflanze bekannt und stammt ursprünglich aus Nordamerika. In der italienischen Küche werden die Wurzeln auch als Gemüse verwendet. Die zweijährige Pflanze wird in Europa kultiviert, wächst aber auch verwildert an Böschungen und Wegrändern. Die Nachtkerze erreicht Wuchshöhen von bis zu einem Meter. Der Stängel wächst aufrecht und ist beblättert. Die Grundblätter stehen wechselständig, sind länglich geformt und zum Stiel hin verschmälert. Die gelben Blüten der Nachtkerze sitzen einzeln in den Blattachseln. Die Pflanze bildet braune Fruchtkapseln (mit zahlreichen Samen), die aufrecht am Stängel stehen. Die Wurzel wächst spindelförmig, ist recht fleischig und rötlich gefärbt. 

Blütezeit/Sammelzeit:  Juni bis Oktober

    

Heilwirkung & Einsatzbereiche

 

Nachtkerze - biolib.de

Heilend, fördernd und kräftigend für: Stoffwechsel, Haut, Gelenke, Immunsystem

Anwendung bei:  erhöhtem Cholesterinspiegel, Neurodermitis, Ekzemen, Akne, Hyperaktivität, Diabetes mellitus, Arthritis

Eigenschaften: Regulation hormoneller und immunologischer Vorgänge

Wirksame Teile: Kraut (Oenothera biennis herba), Nachtkerzenöl (Oenotherae oleum)

Inhaltsstoffe Nachtkerzenöl: Ungesättigte Fettsäuren (Gamma-Linolensäure); Inhaltsstoffe Nachtkerzenkraut: Gerbstoffe, Harze, Zucker

Die Anwendung erfolgt innerlich in Form von Fertigpräparaten, zum Beispiel zur Nahrungsergänzung, aber auch äußerlich in Salben und Cremes.

  

   

In der Tierheilkunde

Die Nachtkerze findet in der Veterinärmedizin als Salbe bzw. Bestandteil von Salben und Ölen Anwendung - zur Abwehr von Fliegen und Mücken sowie zur Juckreizlinderung. Aufgrund antibakterieller, entzündungshemmender und pflegender Wirksamkeit nutzt man die Nachtkerze in der Veterinärmedizin als äußerliche Anwendung in Emulsionen, Salben und Klauenbädern. Außerdem wird Nachtkerze zur hautschonenden, hochwirksamen Desinfektion, zur Keimabtötung und Entzündungshemmung bei Hauterkrankungen und offenen Wunden in Form von Emulsionen und Salben verwendet. Kaltgepresstes Nachtkerzenöl ist reich an Linolensäure, Gammalinolensäure und Dihomo-Gamma-Linolensäuren, die auf das Hormonsystem ausgleichend wirken. Sie regen die Funktion der Haut- und Talgdrüsen an, so dass das Wasserbindevermögen gesteigert wird und die Haut besser rückfettet. 

  

   

In alten Büchern gestöbert

Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 12. Band: Seite 393

Nachtkerze - biolib.de 

Oenothera L. (Nachtkerze), Gattung aus der Familie der Onagraceen, ein- oder mehrjährige Kräuter mit einfachen, rosettenförmig gestellten Wurzelblättern, abwechselnden Stengelblättern, schönen, großen, meist gelben, einzeln in den Achseln stehenden Blumen, die aber im ganzen eine große Ähre, Traube oder einen Strauß bilden, und vierklappiger, vielsamiger Kapsel. Von den ca. 100 namentlich in Nordamerika heimischen Arten werden mehrere bei uns in Gärten kultiviert. Oenothera biennis L. (Gartenrapunzel) stammt aus Virginia, ist jetzt aber in Europa einheimisch, wird im und darüber hoch und hat gestielte, verkehrt-eiförmige, buchtig gezahnte Wurzelblätter, lanzettförmige, fast ganzrandige Stengelblätter und große, gelbe, fast ährenständige Blumen, welche sich abends öffnen und nur einen Tag blühen. Man kultiviert sie als Salatpflanze, indem die lange, schmächtige Wurzel in humosem, nahrhaftem Boden fleischig möhrenartig wird und dann ein wohlschmeckende Gemüse (Rapontika) liefert. 1614 kam die Pflanze nach England und später zu uns.

   

   

Weiterführende Informationen

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Galgant ] Gallkraut ] Gamander, echter ] Gänseblümchen ] Gänsefingerkraut ] Gänsekresse ] Garbenkraut ] Gartenbohne ] Gartenkerbel ] Gartenkürbis ] Gartenmohn ] Garten-Pfingstrose ] Gartenraute ] Gartensalbei ] Gartenthymian ] Gefleckter Aronstab ] Geisbaum ] Geißraute ] Gelber Enzian ] Gelbe Zeitlose ] Gelber Nachtschatten ] Gelbwurzel ] Gemeine Akelei ] Gemeine Alraune ] Gemeine Eberesche ] Gemeine Fichte ] Gemeine Heckenrose ] Gemeine Küchenschelle ] [ Gemeine Nachtkerze ] Gemeine Pestwurz ] Gemeine Rosskastanie ] Gemeine Tollkirsche ] Gemeine Wegwarte ] Gemeiner Aronstab ] Gemeiner Brauhopfen ] Gemeiner Dill ] Gemeiner Erdrauch ] Gemeiner Rosmarin ] Gewöhnliche Kratzdistel ] Gewöhnliche Vogelmiere ] Gewöhnliche Wegwarte ] Gewöhnlicher Braunwurz ] Gewöhnlicher Dost ] Gewöhnlicher Kümmel ] Gewöhnlicher Odermennig ] Gichtbeere ] Gichtkraut ] Gichtrose ] Gichtwurz ] Gilbkraut ] Ginkgo ] Ginseng ] Ginster ] Gnadenkraut ] Goldblume ] Goldmohn ] Goldrute ] Goldwurz ] Gottesgab ] Gottesgnadenkraut ] Graupen ] Griechisches Heu ] Grindelie ] Großblumige Königskerze ] Große Bibernelle ] Große Brennnessel ] Große Kapuzinerkresse ] Große Käsepappel ] Große Klette ] Große Pimpinelle ] Großer Wegerich ] Grummetblume ] Grüner Tee ] Gruserich ] Gundelrebe ] Gundermann ] Gurkenkraut ] Gurkenkraut II ]

 

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