Gemeine Fichte

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Fichte

auch: Gemeine Fichte

Familie: Kieferngewächse
(Pinaceae)

Norway Spruce (engl.)

 

Lt: Picea abies

Kleine Pflanzenkunde

Gemeine Fichte

Fichten wachsen in den Wäldern Europas. Dieser Nadelbaum wird bis zu 40 Meter hoch und sein Stamm erreicht einen Durchmesser von bis zu zwei Metern. Junge Fichten haben eine glatte, hellbraune Rinde. Später färbt sich die Rinde rotbraun und bildet dünne Schuppen. Die Äste stehen regelmäßig verzweigt am Stamm, fast etagenartig und nahezu waagerecht abstehend. Die jungen Triebe sind meist kahl oder schwachbehaart und haben keinen Harzüberzug. Fichtennadeln sind fast vierkantig, stachelspitzig und sitzen auf winzigen Stielchen. Die männliche Blüten sind kurze, rote bis rotgelbe Kätzchen. Fichtenzapfen sind die weiblichen Blüten, die zur Zeit der Bestäubung aufrecht stehen und eine rot-braune Farbe haben. Später hängen die Zapfen und sind während der Samenreife bereits hellbraun. An den Zapfen werden die Samenschuppen gebildet. 

Blütezeit: Mai bis Juni, Sammelzeit: Frühjahr

 

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Gemeine Fichte

Heilend, fördernd und kräftigend für: Blutkreislauf / Durchblutung / Blutdruck, Kopf, Nase und Nasennebenhöhlen, Nervenstärkung

Anwendung bei: Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Katarrh der oberen Luftwege, Keuchhusten, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Nasennebenhöhlenentzündungen, Nervosität, Rheuma

Eigenschaften: durchblutungsfördernd (hyperämisierend), auswurffördernd (expektorierend), schwach antiseptisch,
krampflösenden auf die Bronchien (bronchospasmolytisch), aber auch hautreizend

Wirksame Teile: frische Fichtenspitzen (Piceae turiones recentes), Fichtennadelöl (Piceae turiones recentes)

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (Nicht nur die Fichte, sondern auch Weißtanne, Kiefer, Lärche und Latschenkiefer liefern ätherische Öle und Harze für heilende Zwecke.)

   

Rezepturen & Produkte

Gemeine Fichte

Die Anwendung erfolgt äußerlich über Einreibungen, in Bädern, Inhalationen und Salben.

Fichtennadelöl wird aus den frischen Nadeln, Zweigspitzen oder Ästen gewonnen. Zur Inhalation werden einige Tropfen in heißes Wasser gegeben und die Dämpfe eingeatmet. Für Einreibungen empfehlen sich Tinkturen, Salben, Gele, Emulsionen oder Hautöle. Neutrale Hautöle können mit wenigen Tropfen Fichtennadelöl versetzt werden. 

 

   

In alten Büchern gestöbert

Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Gémmae oder Turiónes pini. Fichtensprossen.
Pinus silvéstris. Coniférae. Europa.
Die getrockneten Zweigknospen der Fichte. Cylindrisch, 2–3 cm lang mit bräunlichen Schuppen bedeckt. Geruch stark balsamisch, Geschmack gleichfalls und bitter. 
Bestandtheile. Harz, Spuren von ätherischem Oel, Fichtenbitter (Pinipikrin).
Ziemlich obsolet (Darstellung von Tinct. pini composita).

   

Weiterführende Informationen

E-Monographie

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Kräuterbuch anno 1625

Quellen

 

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