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Die Gartenraute ist ein auf Gebirgshängen des südlichen Europa und zum Teil auch Süddeutschlands wildwachsender Halbstrauch, der aber in unsern Gärten gut fortkommt und sich durch Wurzelteilung, Stecklinge und Samen vermehren
läßt. (Merck´s Warenlexikon, 1884, Band 21, Seite 455)
Merkmale:
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Blätter mattgrün, mehrfach fiederspaltig, Läppchen spatel- oder verkehrt eiförmig;
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Blüten gelb
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Geruch frisch zerrieben fast betäubend,
getrocknet weit schwächer; Geschmack bitter, beissend scharf.
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Der Saft der frischen Pflanze bringt durch seine Berührung bei vielen Leuten heftige Hautentzündung hervor.
(Handbuch der Drogisten-Praxis, 1893)
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Bestandteile. Ätherisches
Öl; Quercitrin (gelber Farbstoff)
Verwendung:
Die frischen Blätter, die zuweilen als Gewürz an Salat oder auf Butterbrot genossen werden, haben einen durchdringenden widrigen Geruch, brennenden und bitterlichen Geschmack. Das riechende und schmeckende Prinzip ist ein ätherisches Öl, das in allen Teilen der Pflanze abgelagert ist. Durch das Trocknen werden Geruch und Geschmack sehr abgemindert. Die getrockneten Blätter, zum Teil auch das ganze Kraut, werden in den Apotheken als herba rutae geführt. Man bereitet aus denselben auch Rautenwasser und Rautenessig. Ebenso dient das mit Wasser von den frischen blühenden Pflanzen abdestillierte Öl
(oleum rutae) mitunter zu medizinischen Zwecken. Dasselbe ist gelblich, von starkem Rautengeruch und bitterscharfem Geschmack; man unterscheidet deutsches und französisches Rautenöl.
(Merck´s Warenlexikon, 1884, Band 21, Seite 455)
Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1989: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; Risiken vorhanden |