Gartenbohne

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Gartenbohne

auch: Buschbohne

Familie:

Schmetterlingsblütengewächse

(Fabaceae)

bush-beans, bunch-beans, snaps (engl.)

 

Lt: Phaseolus vulgaris

Kleine Pflanzenkunde

Gatenbohne

Diese einjährige, 30-60 cm hohe Bohne mit nicht windenden, stark verzweigten Stengeln scheint ein Abkömmling der Stangenbohnen zu sein, der besonders in Kultur bei abgeschwächtem Licht leicht wieder windend wird. Die Blättchen der dreizähligen Blätter sind eiförmig, die gelblichen, rosa, lila oder violetten Blüten zu einer lockeren Traube vereinigt. Blütezeit: Juni bis September. Die Bohne, seit alters her im tropischen Amerika angebaut, kam im 16. Jahrhundert nach Europa und wird heute überall kultiviert. Gegen Frost, gegen zu große Nässe und Trockenheit sind die Bohnen sehr empfindlich. Sie verlangen tiefgepflügte, nährstoffreiche, aber nicht frisch gedüngte Böden, auf denen schon einige Jahre andere Pflanzen gebaut worden sind. Am besten ist ein kalkreicher Mergelboden, während reine Ton-, Kalk- und Humusböden ganz ungeeignet sind. (Madaus 1938) 

  

Heilwirkung & Einsatzbereiche

  

Wirksame Teile: 

Samenfreie Gartenbohnenhülsen (Phaseoli fructus sine semine) 

Anwendung: 

  • In der Phytotherapie: Harnwegserkrankungen

  • In der Homöopathie: Herzschwäche

  

In der Tierheilkunde

Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) gilt im Rohzustand als Giftpflanze u.a. für Pferde, Kühe, Schweine, Kaninchen und Meerschweinchen. Auch die Feuerbohne (Phaseolus coccineus) ist für diese Tiere giftig.

Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in die Tierarztpraxis mit.

  

In alten Büchern gestöbert

Dr. Med. Gerhard Madaus, Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938

Die von den klassischen Schriftstellern (Hippokrates, Aristoteles, Theophrast, Dioskurides, Galenus, Columella u.a.) öfters zu verschiedenem Gebrauch erwähnten Bohnenarten beziehen sich zum Teil auf Vicia faba major und minor. Die Stammutter von Phaseolus nanus ist wohl erst nach der Entdeckung Amerikas im 16. Jahrhundert nach Europa gelangt. Doch noch im 17. Jahrhundert galten die zum Genuß wohl nur reif zubereiteten Bohnen als schwer verdaulich und blähend. Die Verwendung halbreifer, ausgehülster Bohnen als Gemüse ist wohl erst durch die Portugiesen und Spanier bekannt geworden und hat sich allmählich in Mittel- und Nordeuropa eingebürgert. Über den Gebrauch der Bohnen als Arzneimittel wissen die meisten Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts zu berichten. Fabae albae waren noch um 1680 in Preußen als Emolliens offizinell. In Süditalien und Sizilien wird der Bohnenblütentee seit alters her gegen Nierenkolik und Gicht gebraucht. Hier und dort wurden die Bohnen früher als kleine Gewichte (z.B. in Apotheken) benützt. 

 

Weiterführende Informationen

E-Monographie

Quellen

 

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