|
Silverweed (engl.)
|
|
|
Kleine Pflanzenkunde
|
|
 |
Gänsefingerkraut ist eine ausdauernde
Pflanze und wächst auf nährstoffreichen Böden fast in ganz Europa. Die
Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch und bildet lange, dünne, an Knoten
wurzelnde Ausläufer. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, an der
Oberseite grün bis grüngrau und leicht behaart. Die Blattunterseite ist dicht
seidig behaart und silbrig. Typisch sind die scharf eingeschnittenen, gesägten
Fiederchen. Gänsefinderkraut blüht gold-gelb, dabei sitzen die Blüten einzeln, auf langen, an den Knoten
entspringenden Stielen. Der Wurzelstock ist recht kurz und holzig. |
|
Blütezeit / Sammelzeit: Mai
bis August |
| |
|
|
Heilwirkung & Einsatzbereiche
|
|
|
Heilend,
fördernd und kräftigend für:
Gewebe,
Muskeln, Verdauungsorgane, Magen |
|
Anwendung bei:
Menstruationsbeschwerden, Verspannungen, Wundheilung, Hämorrhoiden, Magen- und
Darmkrämpfe, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Gelenkrheumatismus,
leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut |
|
Wirksame Teil:
Gänsefingerkraut (Anserinae herba)
|
|
Eigenschaften: adstringierend
(zusammenziehend) |
|
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe |
|
| |
|
|
Rezepturen
& Produkte
|
|
 |
Die Anwendung erfolgt innerlich als Tee:
Ein bis zwei Teelöffel voll (2 bis 4 g) Gänsefingerkraut werden mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergossen und nach 10 Minuten
durch ein Teesieb gegeben. Mehrmals täglich sollte eine Tasse frisch bereiteter
Tee zwischen den Mahlzeiten getrunken werden. |
| |
|
|
In der Tierheilkunde
|
|
|
Gänsefingerkraut
wird traditionell zur Wundbehandlung verwendet, um eine drohende Blutvergiftung zu verhindern. Nach alten Überlieferungen aus der
Volksheilkunde kann das Kraut in Milch abgekocht werden. Die erkaltete Milch wurde dem Tier eingeflößt, die Pflanzenteile auf die Wunden gelegt.
Die Anwendung eignet sich auch bei Koliken oder Verdauungsschwierigkeiten.
Der Name Stierkraut erinnert daran, dass es einst als Mittel gegen die Unfruchtbarkeit der Stiere gebraucht wurde. (Susanne Fischer-Rizzi - Medizin der
Erde) |
| |
|
|
In alten
Büchern gestöbert
|
|
|
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 13. Band:
Seite 287 |
|
Potentilla L. (Fingerkraut), Gattung aus der Familie der Rosaceen, meist ausdauernde Kräuter oder Halbsträucher mit handförmig 3-7zähligen oder unpaarig gefiederten Blättern und meist doldenrispigen Blütenständen. Zahlreiche Arten in den gemäßigten und kalten Klimaten, besonders der nördlichen Erdhälfte. Viele Arten, wie das gelbblütige Frühlingsfingerkraut (Potentilla verna aut.) und das Gänsekraut (Potentilla anserina L.), das weißblütige Fingerkraut (Potentilla alba L.), sind bei uns
heimisch |
|
|
|
|
Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
|
|
|