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Eisenhut
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auch: Sturmhut, Helmgiftkraut,
Mönchskappe, Kappenblume, Fuchswurzel, Wolfsgift, Teufelswurz
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Familie:
(Hahnenfußgewächse)
Ranunculaceae
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Wolfsbane (engl.)
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Lt: Aconitum
napellus
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Kleine Pflanzenkunde
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Von dieser zu den Ranunkulaceen gehörigen Giftpflanze hat man viele verschiednen Arten, die man gewöhnlich in gelb- und blaublühende gruppiert. Nur von den letztern werden die Blätter und die Knollen medizinisch verwendet. Die
Eisenhutblätter, auch Eisenhutkraut (Folia Aconiti, herba Aconiti) genannt, werden kurz vor oder während der Blüte, womöglich von wild wachsenden Pflanzen gesammelt und getrocknet; man sammelt gewöhnlich Aconitum
napellus, A. stoerkeanum und A.
variegatum.
Diese Blätter sind bandförmig in fünf Lappen (die oberen Blätter nur in drei) geteilt, welche wiederum eine Teilung in drei Lappen zeigen. Die obere Seite der Blätter ist lebhaft grün und glänzend, die untere matt und heller; der Geruch ist nur sehr schwach, der Geschmack scharf und brennend; sie sind sehr giftig und enthalten als charakteristische Bestandteile Aconitin, Napellin
und Aconitsäure. In Apotheken bereitet man daraus Extractum Aconiti und Tinctura
Aconiti.
Die Aconitknollen (Eisenhutknollen, Sturmhutknollen, tubera Aconiti), auch zuweilen
Aconitwurzel, radix Aconiti genannt, haben eine rübenförmige Gestalt, sind 5 cm lang und bis zu 2,5 cm dick, ziemlich glatt, nur wenig gefurcht, innen weißgrau. Auf dem Querschnitte sieht man eine starke, dunkelpunktierte Rinde; zwischen dieser und dem Holzkörper zeigt sich bei dem Knollen von Aconitum Napellus eine in 5–8 spitzige Strahlen und spitze Buchten
auslaufende sternförmige Linie; bei andren Aconitumarten sind diese Strahlen und Buchten mehr stumpf und abgerundeter. Die Wurzelfasern werden bei der Einsammlung entfernt.
(Meyers 1888, Blatt 5.476) |
Die Knollen sind geruchlos, haben aber einen bitteren und scharfen Geschmack; sie werden ihres
großen Aconitingehaltes wegen gewöhnlich zur Darstellung dieses giftigen Alkaloids benutzt. Hinweis:
Die Pflanze ist stark
giftig! Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«.
Inhaltsstoffe:
Alkaloid Aconitin u.a.
Anwendung:
als homöopathisches Mittel bei Bronchitis, Ischias, Nervenschmerzen, Rheumatismus,
Herzbeutelentzündung
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Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1989: Blauer Eisenhut - Wirksamkeit (ganz oder teilweise) belegt; Risiken überwiegen;
Nutzen-Risiko-Verhältnis: negativ |
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In der Roten Liste der Pflanzenarten - nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art(en) [Stand 2007]:
Aconitum spp. (Eisenhut) |
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In
der Tierheilkunde
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Eisenhut
gilt als Giftpflanze für Pferde, Esel, Kühe, Schweine, Schafe, Hunde, Katzen, Kaninchen,
Meerschweinchen und Vögel. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in die Tierarztpraxis mit. |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893,
Blatt 25.81
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Hérba aconíti.
Eisenhutkraut.
Aconítum napéllus, A. stoerkeánum. Ránunculacéae.
Südeuropa (in Bergwäldern), bei uns kultivirt. Nur von wildwachsenden Pflanzen während der Blüthezeit zu sammeln. Blätter fingerig, handförmig getheilt, oben dunkel, unten heller grün. Geruchlos,
selbst beim Zerreiben nur schwach; Geschmack scharf, bitter.
Bestandtheile. Aconitin (sehr giftiges Alkaloid); Napellin, Aconitsäure (nicht giftig).
Ziemlich obsolet. Durch die Tubera aconiti ersetzt.
Eisenhutknollen
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Aconitum Napéllus - Ranunculacéae.
Vorkommen: Gebirge Mittel- und Südeuropas.
Botanik: Knollen, häufig zwei aneinandergewachsen, rübenförmig, 4–8 cm lang, 2–4 cm dick, längsrunzelig, aussen graubraun, innen weissgrau, dicht und mehlig.
Bestandtheile: Neben Stärkemehl bis zu 25 % ca. 1 % Alkaloide, namentlich Aconitin. (Stark giftig!)
Anwendung: In der inneren Medizin als Narcoticum und zur Darstellung des Aconitins.
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Weiterführende
Informationen
Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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