Fieberweide

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Silberweide

auch: Fieberweide

Familie: Weidengewächse 

(Salicaceae)

White Willow (engl.)

 

Lt: Salix alba

Kleine Pflanzenkunde

 

 

Dotterweide (Salix vitellina)

 

 

 

Dotterweide (Salix vitellina)

Unter der Gattung Salix sind rund 500 Arten vertreten. In Europa kommen Salix alba (Silberweide), Salix caprea (Salweide), Salix fragilis (Bruchweide) und Salix viminalis (Korbweide) besonders häufig vor. Die Silberweide gedeiht in ganz Europa an Ufern und in Auwäldern.

Je nach Wuchsform tritt die Silberweide als großer Strauch oder Baum mit Wuchshöhen von bis zu 30 Metern in Erscheinung. Der Stamm ist gerade und schlank - die Rinde weißgrau. Die Silberweide hat dünne, biegsame Zweige mit kurz gestielten Blättern. Auf der Unterseite sind die Blätter zart silbrig und dicht  behaart. Der Baum blüht gelb-grünlich - in den Achseln der Tragblätter bilden sich Kätzchen.

Bereits im Altertum wurde die Silberweide für Heilzwecke genutzt. Unter anderem wurde die Rinde als fiebersenkendes Mittel verwendet. Diese Wirkung ist dem hohen Salicingehalt zu verdanken. Mittlerweile wird dieser Stoff weltweit in pharmazeutischen Produkten eingesetzt. 

Blütezeit: April bis Mai

  

Heilwirkung & Einsatzbereiche

 

 

Dotterweide (Salix vitellina)

Heilend, fördernd und kräftigend für: Immunsystem, Gelenke, Kopf und Nerven 

Anwendung bei: Erkältungskrankheiten, fieberhaften Erkrankungen, rheumatische Beschwerden, Kopfschmerzen

Wirksame Teile: Weidenrinde (Salicis cortex von Salix purpurea – Purpurweide)  - zu Beginn des Frühjahrs von kräftigen, zwei bis dreijährigen Zweigen gesammelt und getrocknet

Inhaltsstoffe: Salicin (u.a.)

Eigenschaften: antiseptisch, antipyretisch, antiphlogistisch, analgetisch, schmerzlindernd

Die Anwendung erfolgt innerlich als Tee oder in Fertigpräparaten

 

   

In der Tierheilkunde

Man kann Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen beobachten, die gern und mit Herzenslust an jungen Weidentrieben knabbern. Tiere wissen instinktiv, welche Pflanzen ihnen dienlich sind. Das Salicin in der Rinde ist ein natürlich vorkommendes schmerzlinderndes Mittel. Traditionell werden bei Pferden und Eseln mit rheumatischen Gelenkerkrankungen regelmäßig Kräuter der Heu- und Haferration untergemischt: Kresse, Brennnessel, Petersilie, Beinwell, Silberweiden- oder Wacholderrinde, Große Klette und etwas Rosmarin. Weidenrinde wird als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten.

Allgemeine Empfehlung

 

   

In alten Büchern gestöbert

Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Córtex salicis. Weidenrinde.
Sálix purpúrea, S. frágilis, S. rubra u. A. Salicinéae. Europa.
Die Rinde der jüngeren Zweige; bandartige Streifen, zäh, biegsam, aussen glatt, glänzend, grünlichgrau mit zerstreuten Korkwarzen, innen glatt, gelblich bis hell zimmtbraun. Geschmack herb, bitter.
Bestandtheile. Salicin und Gerbsäure. Ziemlich obsolet.

 

   

Weiterführende Informationen

E-Monographie

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Fächerblattbaum ] Faulbaum ] Feldraute ] Fenchel ] Fesen ] Feigwurzel ] Felddistel ] Feldgarbenkraut ] Feldkümmel ] Feldkürbis ] Feldstiefmütterchen ] Feldthymian ] Feldwegwart ] Fichte ] Fieberbaum ] Fieberklee ] Fieberkraut ] Fiebermoos ] [ Fieberweide ] Fieberwurz ] Filigrazie ] Fingerkraut ] Flachs ] Flachsgras ] Flechtgras ] Fleckenkraut ] Flockenblume ] Flohsamen, indische ] Französische Artischocke ] Frauenbiss ] Frauendistel ] Frauenkraut ] Frauenmantel ] Frauenwohl ] Frauenwurzel ] Frühlings-Adonisröschen ] Fuchskreuzkraut ] Fuchswurzel ]

 

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