Faulbaum

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Faulbaum

auch: Pulverholz, Faulkirsche

Familie: Rhamnaceae
(Kreuzdorngewächse)

Alder Buckthorn (engl.)

 

Lt: Rhamnus frangula

Kleine Pflanzenkunde

 

Faulbaum

 

 

Faulbaum

Merkmale:

  • Strauch bis 3 Meter hoch oder 7 Meter hoher schmächtiger Baum, mit aufrechtem Stamm

  • Zweige horizontal, wechselständig, ohne Dornen

  • Rinde glatt, in der Jugend grün, später graubraun und weißrissig

  • Blätter an den Zweigenden stehend, verkehrt eiförmig, vorn zugespitzt, leicht gezähnt

  • Blüten klein, weißlich,  in zwei- bis zehnblütigen blattachselständigen Trugdolden angeordnet

  • Früchte anfangs grün, dann rot und zur Reife schwarz

  • Geschmack bitter, fast geruchlos

  • Verbreitung:  Eurasien, Nordafrika und Nordamerika auf feuchtem bis trockenem Boden als Unterholz  (Madaus 1938)

  • Verwendung: Die Faulbaumrinde wird als Schnittdroge, Drogenpulver oder Trockenextrakt in verschiedenen festen oder flüssigen Darreichungsformen zur Behandlung von Obstipation verwendet. Da die Droge im frischen Zustand unverträglich ist und zu Erbrechen führen kann, wird eine mindestens für ein Jahr unter Luftzutritt gelagerte Droge eingesetzt. (HagerROM 2001)

  • Blütezeit: Mai bis Juni

  

Heilwirkung & Einsatzbereiche

 

Faulbaum

Wirksame Teile: Frangula cortex (Faulbaumrinde) - nicht in frischem Zustand, nur getrocknet

Inhaltsstoffe: Anthranoide, Frangulin A, Aglyka (Emodin, Emodinanthron, Emodinbianthron)

Eigenschaften: adstringierend, abführend (laxierend)

Anwendung: Innerlich als Tee oder Fertigarzneimittel

  • In der Phytotherapie: akute oder chronische Verstopfung des Darmes (Obstipation)

  • In der Homöopathie: Verdauungsschwäche mit Neigung zu Durchfall

Hinweis: Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«.

  

In der Tierheilkunde

  • Traditionell wird ein milder Faulbaumaufguss bei Hunden und Katzen gegen Verstopfung angewendet. Auch bei Pferden und Eseln mit Verdauungsbeschwerden und Verstopfung wird ein Abführmittel aus Faulbaumabsud unter das Futter gemischt.

  • Allgemeine Empfehlung

  • Faulbaum gilt für Vögel als unverträglich bzw. wird als für diese Tiere als Giftpflanze deklariert. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. 

  

In alten Büchern gestöbert

Meyers Konversations-Lexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892, Blatt 6.71

Rhamnus Frangula L. (Faulbaum, Zapfenholz) ist ein etwa 3 m hoher, unbewehrter Strauch in Europa, dem Orient und Nordasien, mit wechselständigen, umgekehrt eirunden oder länglichen, ganzrandigen Blättern, unscheinbaren Blüten und auf ganz flacher Kelchbasis sitzenden, anfangs gelben, dann roten, zuletzt schwarzblauen Beeren. Die Rinde (Cortex Frangulae, Faulbaum-, Hundsbaum-, Lausbaumrinde) ist als Abführmittel im Gebrauch. Auch die Beeren  (vulgo Scheißbeeren) sind ein sehr gewöhnliches Purgiermittel. Rinde, Blätter u. Beeren enthalten einen gelben  Farbstoff (Rhamnoxanthin) und einen der Kathartinsäure ähnlichen, purgierend wirkenden Stoff, das Avornin. Das Holz  gibt eine vorzügliche Kohle zu Schießpulver. 

 

Weiterführende Informationen

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

E-Monographie

Quellen

 

Fächerblattbaum ] [ Faulbaum ] Feldraute ] Fenchel ] Fesen ] Feigwurzel ] Felddistel ] Feldgarbenkraut ] Feldkümmel ] Feldkürbis ] Feldstiefmütterchen ] Feldthymian ] Feldwegwart ] Fichte ] Fieberbaum ] Fieberklee ] Fieberkraut ] Fiebermoos ] Fieberweide ] Fieberwurz ] Filigrazie ] Fingerkraut ] Flachs ] Flachsgras ] Flechtgras ] Fleckenkraut ] Flockenblume ] Flohsamen, indische ] Französische Artischocke ] Frauenbiss ] Frauendistel ] Frauenkraut ] Frauenmantel ] Frauenwohl ] Frauenwurzel ] Frühlings-Adonisröschen ] Fuchskreuzkraut ] Fuchswurzel ]

 

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