Fächerblattbaum

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Ginkgo

auch: Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, Fächerblattbaum, Mädchenhaarbaum, Tempelbaum

Familie: Ginkgogewächse 

(Ginkgoaceae)

Maidenhair Tree (engl.)

 

Lt: Ginkgo biloba

Kleine Pflanzenkunde

 

Ginkgo

Der Ginkgobaum gedeiht vor allem in China und wird dort auch kommerziell angebaut. In Teilen Europas ist er als Zierbaum in Parkanlagen und botanischen Gärten anzutreffen. Ginkgo biloba ist ein bis zu 30 Meter hoher, sommergrüner Baum mit reichverzweigter, kegelförmiger Krone. Der Stamm wächst aufrecht und erreicht einen Umfang von drei bis vier Metern. Die Blätter sind langgestielt und stehen spiralig an den Langtrieben und büschelig an den Kurztrieben. Die Blüten bilden sich in den Achseln der Niederblätter an den Kurztrieben. Männliche Blüten sind kätzchenförmig, weibliche Blüten bilden die Samenanlage. Die Samen sind gelb, ähneln einer Pflaume, ihre Innenschicht ist verholzt, die Außenschicht fleischig.

Blütezeit: April bis Mai, Sammelzeit: Herbst

  

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Ginkgo

 

 

 

Ginkgo

Heilend, fördernd und kräftigend für: Blutkreislauf / Durchblutung / Blutdruck, Haare und Kopfhaut, Lunge / Bronchien / Atmung, Magen, Wundheilung

Anwendung bei: Arteriosklerose (Arterienverkalkung), Durchblutungsstörungen, Magenprobleme, zur Kräftigung der Venen, gegen geistige und körperliche Ermüdungserscheinungen, zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, zur Regelung der Leber-Galle-Funktion, zur Anregung des Lymphkreislaufes, bei niedrigem Blutdruck, Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Kreislaufstörungen, zur Unterstützung des Stoffwechsels sowie bei Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, depressiver Verstimmung, Schwindelgefühl, Ohrensausen und Kopfschmerzen

Eigenschaften: durchblutungsfördernd (aemesierend), kreislaufstärkend

Inhaltsstoffe: Flavonglykoside, Bilobalid, Ginkgolide, Ginkgolsäure, Stärke, Proteine

Wirksame Teile: Ginkgoblätter (Ginkgo folium), Ginkgosamen (Semen Ginkgo)

Verwendung: Ginkgo-Extrakt - gewonnen aus

  

   

In der Tierheilkunde

Ginkgo wirkt auch auf viele Tiere kreislaufstärkend. Ginkgoblätter sind als Zusatzfuttermittel für Pferde erhältlich. Hinweis: Tiere können ähnlich wie Menschen allergisch auf Futtermittelbestandteile reagieren.

  

   

In alten Büchern gestöbert

Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 7. Band: Seite 350

 

Ginkgo

Gingko (Salisburia Sm., Gingkobaum), Gattung aus der Familie der Taxineen, mit der einzigen, in China und Japan heimischen, aber dort noch nicht wild gefundenen Art Gingko biloba L. (S. adiantifolia Sm.), einem über 30 m hohen, diözischen Baum mit zu 3–5 stehenden, einjährigen, langgestielten, fächerförmigen, oben sehr breiten, 2–4 lappigen oder unregelmäßig gekerbt gelappten, etwas lederartigen, lichtgrünen, unterseits fast blaugrünen Blättern, in schlaffen Ähren stehenden männlichen, meist zu zweien stehenden weiblichen Blüten und großen, durch die gelbe, fleischige Außenschicht der Samenschale steinfruchtartigen, eßbaren Samen, erträgt unsre härtesten Winter und wird als interessante Zierpflanze kultiviert. Er wächst ungemein langsam, erreicht aber ein sehr hohes Alter.
Bunge sah bei Peking Bäume von 13 m Umfang, deren Alter er auf 2000 Jahre schätzte. Bei den Japanern gilt der Baum als heilig und wird um die Tempel herum gepflanzt. Außerdem kultiviert man ihn der Früchte halber, die gelben Eierpflaumen gleichen. Auch die Samen werden als Magenmittel und Dessert gegessen und zur Ölgewinnung benutzt. Der Baum wurde 1712 durch Kämpfer bekannt, kam aber erst 1754 nach Europa. 1812 gelangte ein männliches Exemplar bei Montpellier zur Blüte, trug aber erst viel später Früchte, als man ihm einen Zweig eines weiblichen Exemplars einfügte. In China und Japan weiß man die aus dem mehrere Embryonen enthaltenden Samen sich entwickelnden Stämmchen zu einem einzigen zu vereinigen.

  

   

Weiterführende Informationen

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

[ Fächerblattbaum ] Faulbaum ] Feldraute ] Fenchel ] Fesen ] Feigwurzel ] Felddistel ] Feldgarbenkraut ] Feldkümmel ] Feldkürbis ] Feldstiefmütterchen ] Feldthymian ] Feldwegwart ] Fichte ] Fieberbaum ] Fieberklee ] Fieberkraut ] Fiebermoos ] Fieberweide ] Fieberwurz ] Filigrazie ] Fingerkraut ] Flachs ] Flachsgras ] Flechtgras ] Fleckenkraut ] Flockenblume ] Flohsamen, indische ] Französische Artischocke ] Frauenbiss ] Frauendistel ] Frauenkraut ] Frauenmantel ] Frauenwohl ] Frauenwurzel ] Frühlings-Adonisröschen ] Fuchskreuzkraut ] Fuchswurzel ]

 

 

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