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Aronstab
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auch: Aron, Aronswurz,
Eselsohr, Magenwurz, Zehrwurz - Gemeiner Aronstab (A. vulgare), Gefleckter Aronstab
(A. maculatum)
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Familie:
Aronstabgewächse
(Araceae)
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Lt:
Arum vulgare,
Arum
maculatum
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Kleine Pflanzenkunde
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Arum L. (Aron, Aronswurz, Aronsstab, Zehrwurz), Gattung aus der Familie der Araceen, ausdauernde Kräuter, meist in feuchtem
Boden wachsend, mit knolligem Wurzelstock, großen, grundständigen, langgestielten, lanzettlichen, ei-, fuß- oder
pfeilförmigen Blättern und kurzem, blattlosem Stengel, an dessen Spitze eine einblätterige Blumenscheide einen
keulenförmigen Kolben umgibt, der an der Basis mit sehr unvollkommenen weiblichen, darüber mit männlichen, oft nur mit
Fruchtknoten und Staubgefäßen besetzt ist und sich in einen blütenlosen Anhang verlängert; während der Blüte
ist in der Blumenscheide eine Wärmeentwickelung bemerkbar; die Frucht ist eine einsamige Beere.
Die Arum-Arten gehören meist den Tropen an, mehrere wachsen in den Mittelmeerländern, in Deutschland nur Arum
maculatum L. (Arum vulgare Lam., gemeiner Aronsstab, gefleckter deutscher Ingwer, Eselsohren,
Aasblume) in schattigen Wäldern. Die Blätter sind spieß-pfeilförmig, in manchen Gegenden braun gefleckt, der fußhohe Schaft trägt
eine große, außen hellgrüne, innen weiße, auf einer Seite klaffende Blumenscheide, welche den keulenförmigen, oben
purpurroten, unten mit gelben und weißlichen Blütenteilen und in 2-3 Reihen oder dazwischen mit fadenförmig-spitzen Drüsen
besetzten Kolben umhüllt. Die erbsengroßen Früchte sind scharlachrot. Alle Teile der Pflanzen sind sehr scharf, ätzend,
giftig, besonders die Beeren, welche heftiges Brennen, wie spanischer Pfeffer, und Blasen im Mund veranlassen.
(Brockhaus' Konversationslexikon, 14. Auflage, 1894-1896, Seite: 51.928)
Blütezeit:
April/Mai/August/September
Achtung:
Die Pflanze ist giftig! Schon das Berühren der Pflanze kann zu Hautrötungen und Entzündungen
führen.
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: Wurzelstock, Blätter
Inhaltsstoffe: Aroin, Lycopin, Coniin, Oxalat-Raphide, Oxalsäure, Stärke, Saponin, Glykoside,
Calciumoxalat
Eigenschaften: schleimlösend, harntreibend,
schweißtreibend
Anwendung: Die
Pflanze ist sehr giftig!
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In
der Volksheilkunde: Heiserkeit, Kehlkopfentzündung, Asthma, Husten, Bronchitis, Masern, Mumps, Rachenkatarrh, Scharlach, Schnupfen, Mundschleimhautentzündung, Rheuma,
Verstauchungen, Furunkel
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In
der Homöopathie: Entzündung und Schwellung der Mund-, Rachen- und Kehlkopfschleimhäute mit Heiserkeit, Schleimbildung,
begleitet von krampfhaftem Husten und Auswurf
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In der Tierheilkunde
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Aronstab (Arum maculatum)
gilt als Giftpflanze u.a. für Pferde, Esel, Kühe, Schweine, Schafe, Hunde, Katzen, Kaninchen,
Meerschweinchen und Vögel. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden.
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893
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Rádices ári.
Aronwurzeln. Zehrwurz. Magenwurz. Deutscher Ingber.
Arum maculátum. Aroidéae. Süd- und Mitteleuropa, in feuchten Wäldern.
Die fast obsolete Droge kommt geschält in kleinen, 1–2 cm dicken Knollen, welche auf Bindfaden gereiht sind, in den Handel; graulich weiss, geruchlos, mehlig. Im frischen Zustände ist der Wurzelsaft scharf, hautreizend und soll giftig sein. Getrocknet von fadem, schleimigem Geschmack, ohne irgendwie wesentliche
Bestandtheile.
Anwendung. Hier und da in der Volksmedizin gegen Brust- und Magenleiden.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
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