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Gundermann
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auch:
Gundelrebe,
Blauhuder, Donnerrebe, Hederich, Erdefeu, Gundelrieme, Silberkraut, Soldatenpetersilie,
Huder, Udram
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Familie:
Lippenblütler
(Lamiaceae)
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Ground Ivy
(engl.)
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Lt:
Glechoma hederacea
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Kleine Pflanzenkunde
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Der Gundermann ist im Großteil Europas verbreitet.
Die Pflanze gedeiht bevorzugt auf feuchten, schweren, fruchtbaren sowie kalkhaltigen Böden.
Man findet ihn in Wäldern, naturbelassenen Gärten und auf Wiesen. Er bildet lange, niedrige Ausläufer, von
denen aufrechte Blütensprosse aufsteigen. Gundermann ist eine krautige, ausdauernde und wintergrüne Pflanze. Stängel und Blattunterseite sind häufig
purpurfarben überzogen. Die nicht blühenden Sprosse kriechen als Ausläufer
am Boden. Sie haben einen quadratischen Querschnitt und sind an vielen Knotenpunkten bewurzelt. Aufgrund ihres sehr raschen Wachstums und ihrer reichen Verzweigung sorgen sie für eine vegetative
Vermehrung. Der Hauptspross kann bis zu zwei Meter lang werden. Die Blütenstände entspringen aus den Achseln
der Laubblätter. Die Kronenblätter sind meist blau-violett. Vor der Kultivierung des Hopfens wurde der Gundermann aufgrund seiner Bitterstoffe zur Konservierung von Bier
genutzt. Diese Bitterstoffe der Pflanze bedingen aber auch eine Giftigkeit für viele Säugetiere, besonders
für Pferde. |
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Blütezeit: April bis Juli, Sammelzeit:
März
bis August |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Gewebe/Haut, Schleimhäute,
Verdauungsorgane
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Eigenschaften:
entzündungshemmend,
harntreibend, stoffwechselfördernd, schleimlösend, schweißtreibend |
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Anwendung bei:
schlecht
heilenden
Wunden, chronischem Schnupfen, chronischem Husten, Blasen- und
Nierenleiden, Gelbsucht, Leberleiden, Kopf- und Ohrenschmerzen, Abszesse, Tumore, Augenprobleme |
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Wirksame
Bestandteile: Blätter (ätherisches
Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Lektine) |
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Rezepturen
& Produkte
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Gundermann wurde außerdem in der Volksheilkunde
verwendet: Hildegard von Bingen empfahl die Verwendung der Pflanze gegen Kopf- und Ohrenschmerzen.
In der traditionellen chinesischen Medizin wird er unter anderem zur Behandlung von
Lungenentzündung eingesetzt. Äußerlich kann der Gundermann zur Wundbehandlung
verwendet werden. Man nutzt die Aufgüsse von der Blätter für Umschläge
und Kompressen. Für die innerliche Anwendung kann eine Tinktur angesetzt
werden. Aufgrund der ätherischen Öle und seines angenehm würzigen
Geschmacks wird der Gundermann auch als Gewürzpflanze in Salaten, Suppen
oder in Kräuterbutter verwendet. (Wikipedia) |
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In der Tierheilkunde
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Anwendungen mit Gundermann sind für viele Tiere giftig.
Insbesondere für Pferde, Esel, Meerschweinchen und Vögel gilt Gundermann
als unverträglich bzw. wird für diese Tiere als Giftpflanze deklariert. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben.
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Hérba héderae terréstris.
Gundermann, Hudethee.
Glechóma hederácea. Labiátae. Europa.
Stengel kriechend; Blätter gegenständig, langgestielt, nierenförmig; Blüthen blau, in den
Blattwinkeln stehend; Geruch schwach; Geschmack bitterlich.
Anwendung. Hier und da als Volksheilmittel. |
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Meyers Konversations-Lexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 7. Band: Seite 415 |
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Glechoma L. (Gundelrebe, Gundermann), Gattung aus der Familie der Labiaten, von welcher Glechoma hederacea L. (Donnerrebe), mit langen, kriechenden Zweigen, nierenförmigen, gekerbten Blättern und lilafarbigen, in Quirlen stehenden Blüten, in denen die Antheren ein weißes Kreuz bilden, durch ganz Europa verbreitet ist.
Die Pflanze riecht und schmeckt aromatisch und dient noch oft als Volksmittel gegen allerlei Leiden. |
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Weiterführende
Informationen
Kräuterbuch anno 1625
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