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Echter
Ehrenpreis
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auch: Männertreu,
Veronika
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Familie:
Rachenblütler
(Scrophulariaceae)
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Common Speedwell
(engl.)
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Lt:
Veronica officinalis
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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ausdauernde
Pflanze, bis zu 20 cm hoch;
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Stängel
niederliegend, wurzelnd, behaart, am Ende aufsteigend; Äste und blühende Triebe aufsteigend bis aufrecht;
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Blätter
gegenständig, kurzgestielt, elliptisch, behaart, stumpf gekerbt;
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hellblaue bis hellila Blüten, gestielt, in gedrungenen,
reichblütigen, steif aufrechten, blattachselständigen Trauben;
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Kelch
vierteilig, behaart; Krone vierlappig, ausgebreitet, mit dunklen Adern;
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Frucht eine flaumig behaarte, seitlich
zusammengedrückte, dreieckig-herzförmige Kapsel;
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Geschmack: bitter
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Blütezeit/Sammelzeit:
Mai - Juli
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Standort:
Wälder, Waldränder, trockene Wiesen, Heide in Europa, außer dem Mittelmeerraum, bis 2000 m
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Historisches:
Echter Ehrenpreis war im 16. und 17. Jahrhundert eine der wichtigsten
Heilpflanzen, in der Volksheilkunde ist seine Heilkraft noch heute sehr gefragt.
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In der Roten Liste der Pflanzenarten - nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art(en) [Stand 2007]:
Veronica spicata (Ähriger Ehrenpreis)
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: Ehrenpreiskraut
(Veronicae herba)
Inhaltsstoffe: Aucubin, Triterpensaponine
Eigenschaften: auswurffördernd (expektorierend),
stoffwechselfördernd, schweißtreibend
Anwendung: Innerlich als Tee, äußerlich als Umschlag
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In
der Volksheilkunde innerlich bei Erkrankungen und Beschwerden im Bereich der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes, der Leber sowie der Niere und ableitenden
Harnwege, auch bei Gicht, Rheuma und rheumatischen Beschwerden, Milzerkrankungen, nervöser Überreiztheit
und zur Blutreinigung
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In
der Volksheilkunde äußerlich bei Fußschweiß, Wunden, zur Förderung der
Wundheilung, chronischen Hautleiden und Hautjucken; zum Gurgeln bei Schleimhautentzündungen im
Mund- und Rachenraum
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Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1989: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; keine Risiken; sog. Nullmonographie |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893
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Hérba verónícae.
Ehrenpreis, Männertreue, Steh' auf und geh' weg.
Verónica officinális. Scrophularinéae.
Europa. Stengel liegend, am oberen Ende aufsteigend, behaart; Blätter gegenständig, kurz gestielt, oval, gesägt, unten in dem Blattstiel verschmälert;
Blüthen beim Trocknen abfallend, geruchlos; Geschmack bitter, etwas adstringirend.
Als Volksheilmittel früher sehr beliebt gegen viele Leiden; daher der Name »Heil allen Schaden«.
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und
Wien, Vierte Auflage, 1885-1892, Band5, Seite 347
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Veronica (Ehrenpreis), Gattung aus der Familie der Skrofulariaceen, Kräuter und Sträucher, selten Bäume
mit gegen-, selten wirtel- oder wechselständigen Blättern, einzeln achselständigen, meist in terminalen
oder axillaren Trauben und Ähren gestellten Blüten und zweiklappigen, vielsamigen Kapseln.
Etwa 200 Arten in den gemäßigten und kältern Klimaten, von denen mehrere bei uns als Unkräuter auf Feldern, Wiesen
etc. wachsen. Von Veronica Chamaedris L. (wilder Gamander, Frauenbiß), auf Wiesen, Ackerrainen, an Wegen, war früher
das Kraut, gewöhnlich mit den Blüten gesammelt, wie das von Veronica officinalis L. (echter Ehrenpreis,
Grundheil) offizinell. Letzteres, mit kurzgestielten, verkehrt-eiförmig-elliptischen, gesägten Blättern
und blaßblauen, dunkel geäderten Blüten in achselständigen Trauben, wächst auf Heiden, in Laub- und
Nadelholzwäldern, und die Blätter wurden auch als "europäischer Thee" statt des chinesischen empfohlen.
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Merck´s Warenlexikon, 1884,
Band 21, Seite 104
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Ehrenpreis
(Grundheil, lat. Veronica officinalis, frz. véronique, engl. Shop Speedwell). Eine
einheimische, in trocknen Wäldern und auf dergleichen Wiesen häufig vorkommende ausdauernde Pflanze mit
zottigen, kriechenden, mit den Spitzen fast fußhoch aufsteigenden Stengeln, kurz gestielten
entgegengesetzten Blättern und kleinen hellblauen Blüten in vielblütigen Ähren. Das bitterlich herb und
etwas balsamisch schmeckende Kraut (herba Veronicae) wird im Sommer mit den Blüten gesammelt und Aufgüsse
davon werden innerlich als Brustthee gebraucht, das frische Kraut dient dagegen zur Bereitung von
Kräutersäften.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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