Efeu

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Efeu

auch: Baumtod, Eppig, Immergrün, Mauerewig, Mauerranke, Rankenefeu, Totenranke, Wintergrün 

Familie:

Efeugewächse 

(Araliaceae)

Ivy (engl.)

Lt: Hedera helix

Kleine Pflanzenkunde

Efeu

 

Efeu

Efeu wächst in Wäldern, an Felshängen, in Gärten in Europa, selten in Nordeuropa. Efeu rankt sich mit Haftwurzeln an Bäumen, Felsen oder Mauern bis zu 20 Meter hoch oder kriecht in dichten Wäldern über den Boden. Die Laubblätter stehen wechselständig, fühlen sich ledrig-glatt an und sind immergrün (wintergrün). Die Form der Blätter ist an nichtblühenden Trieben eher dreieckig und an den blühenden Sprossen eher eiförmig bis zugespitzt. Die Blüten sind sehr klein, zartgelb bis hellgrün und stehen in einfachen, halbkugeligen Dolden. Die blauschwarzen, kugeligen Beerenfrüchte gelten als schwach giftig. Efeu ist ein gutes Beispiel für Heterophyllie (auch Blattdimorphismus). Die Blätter junger Pflanzen unterscheiden sich morphologisch-anatomisch deutlich von den Folgeblättern der älteren Pflanzen.

Blütezeit/Sammelzeit: August bis Oktober

 

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Efeu

Heilend, fördernd und kräftigend für: Gelenke, Hautirritationen, Pflege der Haut, Lunge, Bronchien, Atmung, Geweberegeneration bei Zellulitis

Eigenschaften: hustenstillend, krampflösend (spasmolytisch), auswurffördernd (expektorierend), auch: haut- und schleimhautreizend

Anwendung bei: Bronchitis, Husten, Keuchhusten, Geschwüren, Rheuma, Gicht, Zellulitis, Juckreiz der Haut

Wirksame Teile: Efeublätter (Hederae helicis folium), getrocknet

Inhaltsstoffe: Saponine, Aglykone (Hederasaponin C), Phenolverbindungen, Polyacetylen, Falcarinol, Falcarinon

 

Verwendung: Efeu findet innerlich Anwendung als Fertigarzneimittel in Form von Saft oder Tropfen.

Hinweis: Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«.

 

In der Tierheilkunde

Efeu (Hedera helix) gilt als Giftpflanze für Pferde, Esel, Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in die Tierarztpraxis mit.

  

   

In alten Büchern gestöbert

Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 8. Band: Seite 267

Hedera L. (Epheu), Gattung aus der Familie der Araliaceen, mittels Luftwurzeln hoch kletternde oder am Boden kriechende Sträucher mit ganzen, gelappten oder gefingerten, lederartigen, bleibenden Blättern, Blüten in traubig gestellten Köpfchen oder Dolden und fünffächerigen Beeren. Hedera Helix L. (Eppich), in Europa, besonders in Südeuropa, Süddeutschland, den Niederlanden, England und dem Orient, dem gemäßigten Ostasien, in Nordafrika, auf den Azoren und Kanaren, klettert an Mauern, Baumstämmen bis 15 m und höher, kriecht aber auch auf dem Boden in den Wäldern, hat immergrüne, kahle, oberseits glänzend dunkelgrüne, meist weißaderige, eckig-fünflappige Blätter, blüht erst im hohen Alter und trägt an den aufrechten blühenden Zweigen ganzrandige, breit-elliptische Blätter.
Macht man aus Zweigen mit solchen Blättern Stecklinge, so verlieren die daraus gezogenen Pflanzen oft die Neigung des Kletterns und steigen in der Regel baumartig empor (Hedera arborea hort.). Die Blüten sind grünlichgelb, die erst im Frühjahr reifenden Beeren schwarz. Man kultiviert von dieser Art mehrere, auch buntblätterige Varietäten, unter denen der groß- und hellgrünblätterige, schnellwüchsige schottische Epheu (Hedera hibernica hort.) den größten Wert besitzt. Derselbe ist aber empfindlicher als der kleinblätterige und muß im Winter gedeckt werden.
Hedera colchica C. Koch, aus Transkaukasien, mit langgestielten, dicken, lederartigen, verschieden gestalteten, nur bisweilen gelappten, immer sehr breiten Blättern, muß im Winter ebenfalls gedeckt werden. Früher waren das Holz und das daraus hervorquellende Harz sowie die Blätter und Früchte des gemeinen Epheus offizinell. Im Altertum drehte man aus dem Holz Becher zum Filtrieren des Weins. Der Epheu war dem Osiris und Bakchos geheiligt, und der Thyrsosstab war stets mit Epheu umrankt; in Italien flocht man Epheu in den Lorbeerkranz der Dichter; auch gilt Epheu als Symbol der Freundschaft.

  

   

Weiterführende Informationen

E-Monographie

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Eberesche ] Eberraute ] Echinacea ] Echte Goldrute ] Echte Kamille ] Echte Küchenschelle ] Echte Nelkenwurz ] Echte Pfingstrose ] Echter Augentrost ] Echter Dost ] Echter Galgant ] Echter Kerbel ] Echter Koriander ] Echter Kümmel ] Echter Lavendel ] Echter Lein ] Echter Thymian ] Echter Ysop ] Echtes Herzgespann ] Echtes Löffelkraut ] Echtes Lungenkraut ] Echtes Tausendgüldenkraut ] Edelgamander ] Edelkastanie ] Edelwurz ] Edler Salbei ] [ Efeu ] Ehrenpreis, echter ] Eibisch ] Eiche ] Eisenhut ] Eisenkraut ] Eisenkraut II ] Elefantenohrbaum ] Engelwurz ] Enzian, gelber ] Ephedra ] Erbelkraut ] Erbse ] Erbseldorn ] Erdbeere, wilde ] Erdefeu ] Erdgallenkraut ] Erdrauch ] Erdrose ] Esche ] Eselsohr ] Essigdorn ] Esskastanie ] Eukalyptus ]

 

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