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Pfingstrose
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auch: Antonirose,
Gichtrose, Benediktinerrose, Echte Pfingstrose, Bauern-Pfingstrose, Garten-Pfingstrose, Knopfrose,
Kirchenrose, Bauernrose, Kirchenblume
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Familie:
Pfingstrosengewächse
(Paeoniaceae)
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Paeony;
Peony (engl.)
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Lt:
Paeonia officinalis
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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Die ausdauernde, krautartige Pflanze
mit Wuchshöhen zwischen 30 bis 60 (90) cm
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Wurzelfasern, die zu länglichen, gegliederten Knollen umgestaltet
sind
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Stängel
aufrechte, krautig, kahl, unverzweigt, einblütig, beblättert
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Laubblätter
doppelt-dreizählig, mit schwach behaarter, hellgrüner Unterseite, ihre einzelnen Abschnitte mehr oder weniger breit-lanzettlich, in drei
länglichen Lappen endend
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Fünf Kelchblätter,
meist ungleich (grün bis kronenblattartig) ausgebildet
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Fünf bis acht Kronenblätter,
4 bis 5 cm lang, breit-eiförmig, ganzrandig oder unregelmäßig gebuchtet, dunkelrot, seltener rosa oder
gelblich
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Balgfrüchte
bildend, zwei bis drei, getrennt, aufrecht oder abstehend, dicht weißfilzig bis
verkahlend
(Madaus 1938)
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Blütezeit: Mai
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Verbreitung:
Südeuropa, Kleinasien und Armenien
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Hippokrates, später auch die hl. Hildegard
wandten Paeonia gegen Verdauungsstörungen an, während Paracelsus sie als Spezifikum bei Epilepsie bezeichnet.
Lonicerus
und Matthiolus weisen außerdem auf ihre diuretische, blutreinigende, emmenagoge, herzstärkende Kraft und ihre Wirkung gegen
Leber-, Nieren- und Blasenleiden, gegen Ikterus und Bauchschmerzen hin. Nach v. Haller dient die Paeonienwurzel zur Krampf- und Schmerzstillung
und gilt als zuverlässiges Mittel gegen Gicht.
In der Volksmedizin galt es schon früher als Antiepileptikum; außerdem findet es Anwendung gegen spastische
Zustände und gichtische Beschwerden.
In der Homöopathie wird sie gegen Mastdarm- und Afterleiden, wie Hämorrhoiden verwandt.
Außer dem Alkaloid enthält die Wurzel u. a. ein ätherisches Öl mit Paeonol, ferner Glutamin, Arginin und einen Gerbstoff Paeoniafluorescin.
(Madaus 1938)
In
der Phytotherapie - Kommission-E, Bundesanzeiger
1988: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; keine Risiken; sog. Nullmonographie;
als Hilfsdroge bzw. Geschmackskorrigenz verwendbar
Hinweis: Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«. |
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In der Tierheilkunde
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Die
Pfingstrose (Paeonia officinalis) gilt für Meerschweinchen als unverträglich bzw. wird für diese Tiere als Giftpflanze
deklariert. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls
absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht
werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in
die Tierarztpraxis mit.
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893
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Rádices paeóniae.
Pfingstrosenwurzeln, Gichtrosenwurzeln.
Paeónia officinális, P. peregrína. Ranunculacéae.
Südeuropa, bei uns in Gärten kultivirt.
Knollig verdickte Nebenwurzeln, aus der holzigen Hauptwurzel entspringend. Kommt meist geschält und der Länge nach gespalten in den Handel. Die Stücke
5–8 cm lang, ca. 1 cm dick, grauröthlich oder graugelblich, innen mehr weisslich, mehlig. Geschmack schleimig, bitter. Jetzt fast gänzlich obsolet,
früher gegen Krämpfe und epileptische Zufälle gebraucht.
Flores paeóniae.
Paeonienblätter, Pfingstrosenblätter.
Paeónia officinális. Ranunculacéae.
Kultivirt. Die Blüthenblätter der dunkelrothen Varietäten werden gleich nach dem Aufblühen gesammelt und in künstlicher Wärme rasch getrocknet. Müssen in gut schliessenden Gefässen, vor Licht geschützt, aufbewahrt werden.
Dienen nur zur Bereitung von Räucherpulverspezies. Missfarbig gewordene Blüthen lassen sich durch Befeuchten mit ganz verdünnter Schwefelsäure und nachherigem Trocknen wieder auffrischen.
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892, Blatt 12.665
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Paeonia
(Päonie), Gattung aus der Familie der Ranunkulaceen, Stauden, selten Halbsträucher oder Sträucher, mit wechselnden, ein- bis dreifach dreispaltigen Blättern, großen, einzeln gipfelständigen, roten oder weißen Blüten, vielsamigen, aufspringenden Kapseln und kugeligen, glänzenden Samen. Paeonia peregrina Mill. (Paeonia officinalis L., Pfingstrose, Gichtrose), mit unterirdischem, kurzem, walzenförmigem, knollig verdicktem Wurzelstock, 30–60 cm hohen Stengeln, doppelt dreizähligen, fast lederartigen, kahlen Blättern, gestielten, 5–8 cm im Durchmesser haltenden, karminroten Blüten und von der Mitte an auswärts gekrümmten Kapseln, wächst in Südeuropa und wird in zahlreichen Varietäten, auch mit gefüllten Blüten, als Zierpflanze kultiviert.
Wurzel und Samen waren früher offizinell; die letztern werden auf Schnuren gereiht und kleinen Kindern um den Hals gehängt, weil sie, wie man irrtümlich glaubt, das Zahnen erleichtern. Im Altertum galt die Päonie als Schutzmittel gegen die Neckereien der Faune (s. Faunus). Die Blumenblätter benutzt man ihrer Farbe wegen zu Räucherpulver. Paeonia tenuifolia L., mit mehrfach fiederteiligen Blättern mit schmal linealen, spitzen Abteilungen und mit tiefroten Blüten, wächst im südlichen Rußland, in Ungarn und in der Türkei und wird, wie auch Paeonia albiflora Pall., 40–60 cm hoch, mit zweimal dreizähligen, stark glänzenden Blättern und weißer Blüte, im südlichen Sibirien, und namentlich Paeonia Moutan Sims. (Paeonia arborea Don.), 1–2 m hoch, mit braunem, rundlichem Stengel,
der im Alter mit einer schelferigen Rinde umgeben ist, zweimal dreiteiligen oder dreispaltigen Blättern und fünf- bis zehnblätteriger Blumenkrone, in zahlreichen, auch gefüllten Varietäten als Zierpflanze kultiviert. Die schönsten mit sehr großen Blüten wurden von Fortune aus China und v. Siebold aus Japan eingeführt.
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Weiterführende
Informationen
Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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