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Eberraute
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auch: Stabkraut, Eberreis, Stabwurz, Gartheil
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Familie:
Korbblütler (Asteraceae)
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Southernwood (engl.)
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Lt:
Artemisia abrotanum
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Kleine Pflanzenkunde
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Eine in Gärten oft anzutreffende Beifußart von durchdringend
aromatischem Geruch und brennend bitterem aromatischen Geschmack. Die belaubten Zweige und
blühenden Spitzen wurden in der Volksheilkunde medizinisch verwendet. Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Harz,
Gerbstoff
Wirkung: antiseptisch,
magenstärkend, verdauungsfördernd, wurmtreibend, menstruationsfördernd
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In der
Volksheilkunde
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Schon von Hippokrates wurde die Eberraute gegen Lungenentzündung, als uterusreinigendes und geburtsbeschleunigendes Mittel verordnet.
In einem Rezept der hl. Hildegard zur Bereitung eines magenstärkenden, verdauungsfordernden Weins findet sie sich auch erwähnt. Paracelsus
gibt zahlreiche Indikationen für ihren Gebrauch an: Nervenschmerz,
Spasmus, Gliederschwäche, Asthma, Husten, Hüftschmerzen, Ulzerationen der Vagina, Spulwürmer, als Diuretikum und
Emmenagogum.
Dioskurides und Paracelsus empfehlen die Samen der Eberraute gegen Krämpfe, Rupturen, Harnverhaltung, Ischias und als
Emmenagogum. Außerdem verwendet Paracelsus das Kraut bei Menstruationsstörungen, als wurmtreibendes Mittel.
Offizinell waren im 19. Jahrhundert das Kraut mit den blühenden Spitzen, Herba seu Summitates
Abrotani. (Maudaus 1938) |
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In der Tierheilkunde
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Traditionell
wird Eberraute bei Tieren gegen Insektenstiche eingesetzt. Dafür wird ein
öliger Auszug verwendet und in einer verschließbaren Flasche angesetzt:
Etwa 4 EL Rosmarin (gehackt) und 4 EL Eberraute in die Flasche geben, 3 EL
Essig zugeben, die Flasche mit mit Olivenöl auffüllen, gut verschließen und
zwei Wochen lang an einem warmen, sonnigen Platz ziehen lassen.
Eberraute ist hilfreich bei der Behandlung von Läusebefall und Wanzen. Man kann das betroffene Tier mit einem starken Walnussbaum-Blätterabsud waschen. Anschließend
wird das Tier mit pulversiertem Wermut oder pulverisierter Eberraute gepudert.
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Hérba abrótani.
Eberraute.
Artemísia abrótanum. Compósitae. Südliches Europa, bei uns kultivirt.
Die blühenden Zweige der Eberraute. Blätter doppelt gefiedert, Blättchen fadenförmig, Blüthenköpfchen gestielt, einzeln in den Blattwinkeln, graugrün.
Geruch aromatisch, Geschmack gleichfalls, bitter.
Bestandtheile. Aetherisches Oel, Bitterstoff. Ziemlich obsolet.
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Brockhaus' Konversationslexikon: F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896, Blatt: Seite 51.947 |
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Artemisia.
L., Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen mit gegen 200 vorzugsweise der nördlich gemäßigten Zone gehörigen Arten; kraut- oder strauchartige Gewächse, meist mit aromatischem Geruche. Die Blätter sind in der Regel fieder- oder handförmig zerteilt, die Blütenköpfchen klein und meist sehr zahlreich zu trauben- oder rispenförmigen Blütenständen vereinigt. Die bekannteste und wichtigste Art heißt Wermut oder Absinth (s. d.), Artemisia Absinthium L. Ähnliche Eigenschaften wie der Wermut haben mehrere besonders alpine Arten, so vor allem die sehr gesuchte und allbekannte Edelraute, Artemisia mutellina
Vill., ferner die in der Südschweiz häufige Artemisia spicata Jacq., die in den Alpen als Genippi bekannt sind und vielfach als Heilmittel oder als Zusatz zu Liqueuren benutzt werden. Von andern dem Wermut verwandten Arten sind noch zu erwähnen der römische Wermut, Artemisia pontica L. in Südeuropa, stellenweise auch in Süddeutschland, und Artemisia arborea L. in Griechenland, die beide auch als Arzneipflanzen kultiviert werden; letztere wird besonders zur Herstellung von Wermutweinen verwendet. Eine der bekanntesten, in Deutschland überall häufigen Arten ist der gemeine Beifuß, Artemisia vulgaris
L.
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Weiterführende
Informationen
Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
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