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Dill
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auch:
Gurkenkraut, Teufelsdill, Gemeiner Dill, Dillfenchel, Dille, Bergkümmel, Kümmerlingskraut
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Familie:
Doldenblütler
(Apiaceae) |
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| Kleine Pflanzenkunde |
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Diese einjährige,
anspruchslose, krautige Pflanze gedeiht im gesamten Mittelmeerraum, in
Regionen mit gemäßigtem Klima, unter anderem in Mitteleuropa.
Dill wird bis zu 70 Zentimeter hoch, wächst mit aufrechtem
Stängel, der sich im oberen Abschnitt verzweigt. Die zarten Laubblätter sind
gefiedert und fein gegliedert. Die gesamte Pflanze verströmt einen stark
aromatischen Duft. Die Blütenstände wachsen als langgestielte
Doppeldolden und unterteilen sich in kleinere Dolden. Aufgesetzt wachsen
kleine Blütchen mit goldgelben Kronblättern. Dill bildet eiförmige,
braune Samen, die in zwei Teilfrüchte zerfallen. Dill kann bereits
frühzeitig, nach dem Abklingen der Winterfröste, an einem sonnigen Standort gesät
werden. Die Würzkraft ist vor der Blüte am intensivsten. Die Früchte (Dillsaat) erntet man
bestenfalls kurz vor der Vollreife, sobald sie bräunlich werden.. |
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Blütezeit: Mai bis
August, Fruchtreife/Samenreife: Juni
bis September |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Magen, Verdauungsorgane, Stärkung und Förderung der Verdauung, Stärkung des Immunsystems
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Anwendung bei:
Blähungen, Hämorrhoiden, Magenbeschwerden, Koliken, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit,
Gebärmutterkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Geschwüre
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Eigenschaften:
wassertreibend, Anregung der
Magensaftsekretion - appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend, nervenberuhigend,
milchfördernd
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Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Cumarine, Kaffeesäurederivate, Furanocumarine, Ferulasäure,
Chlorogensäure, Vicenin |
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Wirksame Teile: Dillfrüchte
(Anethi fructus), die getrockneten Früchte; Dillkraut (Anethi herba) |
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Rezepturen
& Produkte
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Anwendung finden Dillfrüchte als Bestandteil von Teemischungen
und Dillkraut als mildes Stomachikum sowie als Gewürz. Dilltee,
zubereitet aus den Samen, beruhigt die Nerven, unterstützt einen ruhigen
Schlaf, hilft gegen Blähungen und Magenkrämpfe. Ein Kraut-Aufguss als Sitzbad
angewandt, lindert Menstruationsbeschwerden. Als Gewürz wird Dill unter anderem zur Verfeinerung von
Salaten und Saucen, für die Zubereitung von Kräuteressig oder für das Einlegen von Gewürzgurken
verwendet. Dabei werden sowohl die getrockneten Früchte als auch das frische oder getrocknete Kraut genutzt.
Dillkraut sollte man möglichst frisch verwenden.
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In der
Tierheilkunde
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Zur Anregung der Milchbildung kann ein Aufguss aus Fenchelfrüchten, Dillsamen, Anis-
und Kümmelfrüchten sowie Brennnessel dem Futter beigemischt werden.
Traditionell wird Pferden und Eseln mit Verdauungsbeschwerden und Kolik ein Dillabsud unter das Futter gemischt.
Allgemeine Empfehlung |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Fructus (Semen) anéthi.
Dillsamen.
Anéthum gravéolens. Umbelliférae.
Orient, Südeuropa, bei uns kultivirt. Die getrockneten Früchte des allgemein bekannten Dillkrautes, bräunlich, oval, flach und von dem bekannten kräftigen Geruch des Krautes. Während die frische Waare viel als Speisegewürz verwandt wird, ist die getrocknete so gut wie obsolet. |
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 1. Band: Seite 563 |
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Anēthum L. (Dill, Gurkenkraut), Gattung aus der Familie der
Umbelliferen, mit nur einer Art, Anethum graveolens L. (gemeiner oder Gartendill, Kümmerlingskraut), einer einjährigen, 0,6–1,25 m hohen Pflanze mit, wie die Blätter, bläulich bereiftem
Stengel, zwei- bis dreifach fiederteiligen Blättern mit linealisch fadenförmigen Zipfeln, hüllenlosen Dolden und Döldchen, gelben Blüten und ovalen, 4 mm langen Früchten, findet sich in Südeuropa und Ostindien, wird bei uns in Gemüsegärten kultiviert und kommt bisweilen von da aus verwildert vor.
Dill gedeiht in jedem Boden und jeder Lage und wird zweckmäßig in die Spargelbeete gesäet. Einmal angesäet, besamt sich das Beet durch Ausfall von selbst. Keimfähigkeit der Samen
zwei Jahre. Man gebraucht die Blüten oder Samendolden wie auch die grünen Pflanzenteile beim Einmachen von Gurken und Weißkohl. Die Dillsamen riechen gewürzhaft, stark erwärmend und geben bei der Destillation ein blaßgelbes ätherisches Öl, welches von sehr durchdringendem Geruch, süßlich-brennendem Geschmack, 0,881 spez. Gew., in Wasser schwer, in Alkohol und Äther leicht löslich ist und, wie die Samen, als diuretisches Mittel gebraucht wird. Der Sowadill (Anethum sowa), in Bengalen, dessen Früchte in Ostindien als Arzneimittel und Gewürz benutzt werden, ist wohl nur eine Varietät des vorigen. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
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Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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