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Ringelblume
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auch:
Butterblume,
Calendula, Gartenringelblume, Goldblume
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Familie:
Korbblütler
(Asteraceae) |
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Pot Marigold (engl.)
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Kleine Pflanzenkunde
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Die Pflanze ist einjährig und
wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Der Stängel ist leicht behaart, steht
aufrecht und ist am oberen Teil verzweigt. Ringelblumenblätter sind
lanzen- bzw. keilförmig, die oberen fast herzförmig. Die Blüten sind
gold-gelb bis orange. Die Samen (Früchte) werden in einem Köpfchen
gebildet. Die Pfahlwurzel der Ringelblume wird etwa 20 Zentimeter lang.
Blütezeit / Sammelzeit: Juni
bis September |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: Ringelblumeblüten
(Calendulae flos),
Ringelblumenkraut (Calendulae herba) |
Anwendung bei:
Blutergüssen, Entzündungen der Mund- und
Rachenschleimhaut, Wunden, Magenbluten, Geschwüren, Krämpfen, Drüsenanschwellungen, Gelbsucht,
Bleichsucht, Milzleiden, krebsartigen Geschwüren, Blutungen und Flechten,
Übelkeit, Appetitlosigkeit, Herz-Kreislauf-Störungen, Arterienverkalkung,
Herzbeschwerden, Herzmuskelschwäche, Kopfweh, Schwindelanfällen, Ohrensausen, Angstzuständen
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Eigenschaften:
entzündungshemmend, gallensekretionsfördernd, antiseptisch, immunstimulierend,
zirkulationsanregend, heilend, lösend, abführend
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Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl,
Flavonoide, Triterpensaponine, Carotinoide, Polysaccharide |
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Rezepturen
& Produkte
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Die Anwendung erfolgt recht
selten innerlich als Tee, meist äußerlich als Aufguss, Tinktur, Salbe oder Puder
und als Gurgellösung oder Mundspülung. |
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Aufguss: Etwa 1 bis 2 Teelöffel voll
(ca. 3 g) Ringelblumenblüten werden mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergossen und nach etwa
10 Minuten durch ein Teesieb gegeben. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum
wird mit dem noch warmen Aufguss mehrmals täglich gespült oder gegurgelt.
Zur Behandlung von Wunden wird zum Beispiel ein Leinentuch mit dem Aufguss durchtränkt und auf die Wunden gelegt. Die
Umschläge sollten mehrmals täglich erneuert werden. |
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In der Tierheilkunde
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Ringelblume-Salbe
ist nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere ein gutes Heilmittel.
Die Salbe wendet man in der traditionellen Tierheilkunde bei Wunden,
Verletzungen und Entzündungen an. Ein Absud aus Ringelblume kann zur
Reinigung von offenen bzw. frischen Wunden verwendet werden. Schon die heilige Hildegard
v. Bingen lobte die Ringelblume als ein Heilmittel der Tiere und empfiehlt sie zur Behandlung der
Blähsucht von Schafen. Man soll den Tieren den frischen Saft der Ringelblume eingeben. Bei Husten
der Rinder oder der Schafe soll man den Saft der Pflanze in die Nase spritzen.
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Ringelblume
als äußerliche Anwendung (Emulsionen, Salben) in der Veterinärmedizin - bei stumpfen Verletzungen zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung.
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Ringelblume
in der Veterinärmedizin als äußerliche Anwendung (Emulsionen, Salben, Klauenbäder) - aufgrund antibakterieller, entzündungshemmender und pflegender Wirksamkeit.
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Ringelblume
in der Veterinärmedizin zur hautschonenden, hochwirksamen Desinfektion, zur Keimabtötung und Entzündungshemmung bei Hauterkrankungen und offenen Wunden als Emulsionen und Salben.
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Ringelblumenblüten
in der Veterinärmedizin als Salbe bzw. Bestandteil von Salben und Ölen zur Abwehr von Fliegen und Mücken sowie zur Juckreizlinderung.
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Zur Behandlung von Abszessen und entzündlichen Hauterkrankungen werden Umschläge mit einem Absud aus Ringelblume angewendet.
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Ringelblumenblüten
in der Veterinärmedizin bei Panaritium (Entzündung durch eine Infektion mit Staphylokokken und Streptokokken, seltener durch eine Infektion mit anderen Bakterien) als Aerosol, Emulsion oder
Salbe.
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Ringelblumenblüten
in der Veterinärmedizin zur lokalen Keimabtötung und Entzündungshemmung bei Endometritiden (Entzündung der Gebärmutterschleimhaut) als Lösung oder Ölauszug
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Ringelblumenblüten
werden als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten.
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Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Flores
calendulae. Ringelblume.
Calendula officinális. Compósitae. Südeuropa, bei uns als Zierpflanze.
Die getrockneten, goldgelben Blüthen, von eigenthümlichem, nicht gerade angenehmem Geruch, dienen heute nur zur Darstellung von Räucherpulverspezies. Ihr medizinischer Gebrauch hat gänzlich aufgehört. |
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte
Auflage, 1885-1892; 3. Band: Seite 736 |
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Calendula L. (Ringelblume), Gattung aus der Familie der Kompositen, meist einjährige Kräuter mit einfachen Wurzelblättern,
umfassenden, abwechselnden Stengelblättern und großen, gelben Blumen. Calendula officinalis L. (Goldblume, Totenblume), mit
spatelförmigen, etwas fleischigen Blättern und großen, gelben Blumen, Sommergewächs des südlichen Europa und des Orients, bei uns sehr
gemein in Dorfgärten, kommt auch in mehreren Varietäten und gefüllt vor.
Sie findet sich schon bei Vergil unter dem Namen Caltha luteola erwähnt. Das Kraut und die Blüten (Gilkenkraut) riechen frisch
unangenehm balsamisch-harzig, schmecken bitterlich-krautartig, schwach salzig und waren früher offizinell. Die getrockneten
Strahlenblütchen benutzt man ihres schönen Aussehens wegen zu Räucherpulvern und zuweilen zur Verfälschung des Safrans und der
Arnikablüten, auch färbt man Butter und andre Speisen mit denselben. Ein daraus hergestelltes Butterfärbemittel heißt
Merliton. Mehrere andre Arten werden als Zierpflanzen kultiviert. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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