Brunnenkresse

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Brunnenkresse

auch: Bachbitterkraut, Bachkresse, Bitterkresse, Bittersalat, Bornkassen, Paderkerse, Wasserkresse, Wassersenf, Weiße Kresse

Familie

Kreuzblütler 

(Brassicaceae)

Watercress (engl.)

 

Lt: Nasturtium officinale

Kleine Pflanzenkunde

Brunnenkresse

 

 

Brunnenkresse

Brunnenkresse ist eine wintergrüne, ausdauernde Sumpf- bzw. Wasserpflanze. Sie gedeiht rund um den Globus in und an fließenden, sauberen Gewässern bzw. an feuchten Standorten. Brunnenkresse hat hohle, runde Stängel, die bis zu 80 Zentimeter lang werden können. Die Blätter sind fleischig, oval, saftig grün und unpaarig gefiedert. Brunnenkresse blüht weiß bis creme-weiß, der Blütenstand ähnelt einer kleinen Traube. Samen werden in zarten Schoten ausgebildet. Brunnenkresse gedeiht auf feuchten Standorten. Im zeitigen Frühjahr und im Herbst ist sie mit ihrem scharf-würzigen Geschmack ein willkommener Genuss an Salaten und Soßen und ein wichtiger Vitaminspender. Bereits  im 17. Jahrhundert war die Brunnenkresse ein geschätztes Mittel gegen Skorbut. Im eigenen Garten oder auf der Fensterbank kann man Brunnenkresse ganz einfach kultivieren. Von Ende Mai bis Anfang Juli kann sie in wasserdichten Schalen oder Töpfen ausgesät werden. Die Erde muss ständig feucht gehalten werden, nach etwa 10 bis 16 Tagen keimt die Brunnenkresse. Sobald die Pflanzen eine Größe von etwa fünf Zenitmetern erreicht haben, sollten sie pikiert werden. Auch danach benötigen die Pflänzchen viel Feuchtigkeit, das Wasser kann die Erde bestenfalls leicht überdecken. Der Uferbereich eines Gartenteichs ist ein optimaler Standort für die Anpflanzung von Brunnenkresse. Geerntet wird in der Regel von Oktober bis Mai. Ab Ende Mai ist Blütezeit und sobald die Pflanzen blühen, sind sie nicht mehr zum Verzehr geeignet.

  

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Brunnenkresse

Heilend, fördernd und kräftigend für: Ausschwemmung / Blutreinigung / Entgiftung / Entschlackung, Blase, Galle, Gelenke, Haut, Schilddrüse

Anwendung bei: Blasensteinbeschwerden, Frühjahrskur, Gallensteinbeschwerden, Rheuma, unreine Haut, Husten, Bronchitis, Erkältung, Halsentzündung, Zahnfleischentzündungen, Vitamin C Mangel, Frühjahrskur, Verdauungsschwäche, Gallen- und Blasensteinbeschwerden, Leichte Diabetes, Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Rheuma, Gicht, Epilepsie, Sonnenbrand, Ekzeme, Juckreiz, Anregung des Stoffwechsels

Wirkung: appetitanregend, stoffwechselfördernd, antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, blutzuckersenkend, wehentreibend

Sammelzeit: ganzjährig je nach Anbau, vorwiegend April bis Mai

Inhaltsstoffe: Vitamine C, A, B; Bitterstoffe, Eisen, Jod, ätherisches Öl, Senfölglykosid Gluconasturtiin (u.a.)

  

   

In der Tierheilkunde

  • Brunnenkresse verursacht starke Verdauungsbeschwerden und Blähungen bei Kaninchen, Meerschweinchen und Landschildkröten.

  • Brunnenkresse wird aufgrund der stoffwechselfördernden Wirkung als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten

  

   

In alten Büchern gestöbert

Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 11. Band: Luzula - Nathanael, Seite 1022

Nasturtĭum R. Br. (Brunnenkresse), Gattung aus der Familie der Kruciferen, ein- oder mehrjährige, kahle oder behaarte Kräuter mit ganzen oder verschieden gelappten oder geteilten Blättern, kleinen, meist gelben Blüten und linearischer oder elliptischer bis kugeliger Schote. Etwa 20 Arten in fast allen Klimaten.

Nasturtium officinale R. Br. (Sisymbrium nasturtium L., gemeine Brunnenkresse, Wasserkresse, Quellenrauke), mit am Grund niederliegendem und aus den Gelenken wurzelndem, dann aufsteigendem, 30–60 cm langem Stengel, drei- bis siebenpaarig gefiederten Blättern, dichten Blütensträußchen, weißen Blüten und linealischen Schoten, wächst in Quellen, Bächen, Gräben, am Rande der Teiche (immer im Wasser) in Europa, Asien, Afrika und Amerika. Das bitterlich-scharfe, rettichartig schmeckende frische Kraut wird gegen Skorbut sowie zu Frühlingskuren, häufiger noch als Salat benutzt. Zu diesem Zweck wird die Kresse in Quellen kultiviert und liefert vom Oktober bis April ein sehr wohlschmeckendes, mildes Kraut. Man legt in der Quelle gut vorbereitete Wasserbeete (Klingen) an, bepflanzt diese im Hochsommer mit Fechsern und düngt gut mit Kompost. Bei starker Kälte wird die Kresse überstaut, wobei jeden Morgen das Eis an mehreren Stellen gebrochen werden muß. Besonders großartig wird der Kressenbau bei Erfurt betrieben, er erregte selbst Napoleons Bewunderung und wurde damals nach Fontainebleau verpflanzt.

  

   

Weiterführende Informationen

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Bachkresse ] Bachminze ] Baldrian ] Balsambaum, peruanischer ] Bathengel ] Bardane ] Bärendill ] Bärenfenchel ] Bärenklau ] Bärenschweif ] Bärentraube ] Bärlapp ] Bärlauch ] Bartflechte ] Bärwurz ] Basilikum ] Bauernrose ] Bauernsenf ] Beifuß ] Beinwell ] Benediktendistel ] Benediktenkraut ] Benediktinerrose ] Berberitze ] Bergföhre ] Bergkümmel ] Bergliebstöckel ] Bergwohlverleih ] Bertramsgarbe ] Besenginster ] Bibernelle ] Bickbeere ] Bienenkraut ] Bierhopfen ] Birke ] Bisamklee ] Bitterdistel ] Bitterer Beifuß ] Bitterfenchel ] Bitterklee ] Bitterkraut ] Bitterkresse ] Bittersüß ] Bitterwurz ] Blasenkirsche ] Blasse Kegelblume ] Blaubeere ] Blaue Schlüsselblume ] Blaugummibaum ] Bleichblume ] Blumenkresse ] Blumennessel ] Blutauge ] Blutkraut ] Blutkraut II ] Blutlungenmoos ] Blutwurtz ] Blutwurz ] Boberelle ] Bockshornklee ] Bockskraut ] Bohne (Garten-) ] Boldo ] Borgelkraut ] Bornwurz ] Borretsch ] Brahmtee ] Brauner Senf ] Braunwurz ] Breitwegerich ] Brennnessel ] Brombeere ] [ Brunnenkresse ] Brustlattich ] Buschbohne ] Buschwindröschen ] Butterblume ] Butterblume II ] Butterblume III ]

 

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