Breitwegerich

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Breitwegerich

auch: Breitblättriger Wegerich, Großer Wegerich, Wegebreit, Wegeblatt, Wegtritt, Rippenblatt, Saurüssel

Familie: Wegerichgewächse 

(Plantaginaceae)

Common Plantain (engl.)

 

Lt: Plantago major

Kleine Pflanzenkunde

Breitwegerich

Der Breitwegerich zählt zur Familie der Wegerichgewächse. Ursprünglich in Europa beheimatet, hat sich diese Pflanzenart inzwischen über den gesamten Globus verbreitet. Die widerstandsfähige und genügsame Pflanze wächst an Straßen, Wegen, Plätzen, Weiden, Wiesen und Äckern. Die Pflanze ist mehrjährig und bildet eine handflächengroße Blattrosette mit ovalen Laubblättern. Die Blütenstände sind blattlos und ähneln einer Ähre. Dank seiner langen Wurzel findet man den Breitwegerich auch auf stark verdichteten und belaufenen Wegen. Diese Pflanze ist überaus "trittsicher" und scheut auch zahlreiche "Fußtritte" nicht. 

  Sammelzeit: Sommer
  

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Breitwegerich

 

Breitwegerich

Heilend, fördernd und kräftigend für: Blase, Hals, Lunge / Bronchien / Atmung, Wundheilung 

Anwendung bei: Husten, Bronchitis, Keuchhusten, Asthma, Halsentzündungen, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Magenschleimhautentzündung, Durchfall, Blasenschwäche, Schnitt- und Kratzwunden, Geschwüren, Insektenstichen

Eigenschaften: abschwellend, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, fördert die Wundheilung

Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Aukubin (Glykosid), Bitterstoffe, Gerbstoffe, Salizylsäure

Rezepturen: In der Anwendung ähnelt der Breitwegerich dem Spitzwegerich. Geeignet sind Frischblattauflagen oder ein Absud für die äußere Anwendung oder auch ein Tee für die innere Anwendung.

  

   

In alten Büchern gestöbert

Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Hérba plantáginis. Wegerich, Spitzwegerich.
Plantágo major, Pl. media, Pl. lanceoláta. Plantaginéae.
Europa, überall gemein. Die Blätter dieser 3 Pflanzen werden, da ihre Bestandtheile etwa die gleichen sind, beliebig verwendet; sie sind neuerdings durch die sog Spitzwegerichbonbons wieder in Erinnerung gekommen, während sie lange Zeit gänzlich vergessen waren. Die Bestandtheile derselben sind höchst unschuldiger Natur; sie bestehen nur in ein wenig Gerbsäure, geringen Mengen Bitterstoff und Schleim.

 

Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 13. Band: Seite 112

Plantago L. (Wegerich, Wegebreit, Wegtritt), Gattung aus der Familie der Plantagineen, ein- oder mehrjährige Kräuter oder Halbsträucher mit wechsel- oder gegenständigen oder eine grundständige Rosette bildenden, einfachen, ganzrandigen oder fiederig eingeschnittenen Blättern, axillaren, dichten, verlängerten oder kopfigen Ähren, unscheinbaren Blüten und vielsamiger Kapsel. Etwa 200 über die ganze Erde zerstreute Arten. Plantago major L., mit perennierendem Wurzelstock, grundständigen, rosettenförmig angeordneten, eiförmigen, gestielten Blättern, blattlosem Stengel und länglicher Ähre, wächst fast überall, und ihre Blätter werden als kühlendes Verbandmittel bei äußern Entzündungen benutzt.
Ähnlich sind Plantago media L. mit eilanzettförmigen und Plantago lanceolata L. mit länglich lanzettförmigen Blättern, die als gute Futterkräuter in Betracht kommen. Plantago Psyllium L., einjährig, 15–30 cm hoch, mit ästigem Stengel, gegenständigen, sitzenden, schmalen Blättern, achselständigen, langgestielten, kopfigen Ähren und kleinen, kahnförmigen, flöheähnlichen Samen, wächst am Mittelmeer, in Süddeutschland, Österreich und liefert den Flohsamen, der wegen seines großen Schleimgehalts (schleimig quellende Epidermis) früher als einhüllendes Mittel, jetzt aber namentlich in der Kattundruckerei und Färberei, zum Appretieren von Seide, zum Glänzen von Leder, zum Steifen von Wäsche, Hüten etc. benutzt wird. Er kommt aus Südfrankreich, auch aus Italien in den Handel und soll in Frankreich von der sehr ähnlichen Plantago arenaria W. et Kit., die man zu diesem Zweck auf Sandfeldern kultiviert, gewonnen werden.

  

   

Weiterführende Informationen

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Bachkresse ] Bachminze ] Baldrian ] Balsambaum, peruanischer ] Bathengel ] Bardane ] Bärendill ] Bärenfenchel ] Bärenklau ] Bärenschweif ] Bärentraube ] Bärlapp ] Bärlauch ] Bartflechte ] Bärwurz ] Basilikum ] Bauernrose ] Bauernsenf ] Beifuß ] Beinwell ] Benediktendistel ] Benediktenkraut ] Benediktinerrose ] Berberitze ] Bergföhre ] Bergkümmel ] Bergliebstöckel ] Bergwohlverleih ] Bertramsgarbe ] Besenginster ] Bibernelle ] Bickbeere ] Bienenkraut ] Bierhopfen ] Birke ] Bisamklee ] Bitterdistel ] Bitterer Beifuß ] Bitterfenchel ] Bitterklee ] Bitterkraut ] Bitterkresse ] Bittersüß ] Bitterwurz ] Blasenkirsche ] Blasse Kegelblume ] Blaubeere ] Blaue Schlüsselblume ] Blaugummibaum ] Bleichblume ] Blumenkresse ] Blumennessel ] Blutauge ] Blutkraut ] Blutkraut II ] Blutlungenmoos ] Blutwurtz ] Blutwurz ] Boberelle ] Bockshornklee ] Bockskraut ] Bohne (Garten-) ] Boldo ] Borgelkraut ] Bornwurz ] Borretsch ] Brahmtee ] Brauner Senf ] Braunwurz ] [ Breitwegerich ] Brennnessel ] Brombeere ] Brunnenkresse ] Brustlattich ] Buschbohne ] Buschwindröschen ] Butterblume ] Butterblume II ] Butterblume III ]

 

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