|
| |
| |
Braunwurz
|
auch:
Feigwurzel, Gewöhnlicher Braunwurz, Hundsraute, Knotenbraunwurz, Knotige Braunwurz, Nachtgewächs, Skrofel
|
Familie:
Braunwurzgewächse
(Scropholariaceae)
|
|
Knotted Figwort
(engl.)
|
|
|
Kleine Pflanzenkunde
|
|

|
Braunwurz-Arten findet man in den gemäßigten Breiten.
Die größte Artenvielfalt) ist im Himalaya anzutreffen. In Europa gedeiht
nur ein geringer Teil der Arten. Der Gewöhnliche Braunwurz (Scrophularia nodosa)
ist die in Mitteleuropa häufigste Art. Die Braunwurzgewächse
werden in polyploide und diploide
Pflanzen als Untergruppen eingeteilt. Auf trockenen Standorten,
hauptsächlich im Himalaya, wachsen die diploiden Braunwurzgewächse.
Die Stängel dieser Gruppe verholzen im unteren Bereich und sind verzweigt.
Die Seitenadern der Blätter sind unverzweigt. Die polyploiden Arten sind zweijährige oder
ausdauernde krautige Pflanzen, deren Stängel nur wenig verzweigt sind und nicht verholzen.
Braunwurzgewächse
dieser Gruppe trifft man hauptsächlich in lichten Wäldern der gemäßigten Breiten,
auf der Nordhalbkugel an. Stängel der Braunwurzgewächse
sind deutlich viereckig. Die Laubblätter sind meist herz- oder
rautenförmig und am Rand gesägt. Die Blütenstände ähneln einer Rispe,
Traube und wachsen entweder am Ende der Stängel oder direkt in den Blattachseln.
Die fast unscheinbaren Blüten haben fünf schlauchig verwachsene, braune Kronblätter.
Dieser Kronblätterschlauch mündet am Ende in eine kurze Unterlippe und
eine längere Oberlippe. Als Früchte werden Samenkapseln ausgebildet. |
| |
|
|
Heilwirkung & Einsatzbereiche
|
|
|
Heilend,
fördernd und kräftigend für: Haut und Gewebe
|
Anwendung bei:
Ekzemen, Hautleiden
|
|
Eigenschaften:
abschwellend,
anregend, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzlindernd
|
|
Wirksame Teile: Wurzel
|
|
Inhaltsstoffe: Saponine,
Flavonglycoside, Flavone, Alkaloide, Digitalisglykoside, Harpagoid |
| Sammelzeit: Frühjahr
oder Herbst (Wurzel) |
| |
|
|
In der Tierheilkunde
|
|
Die Naturheilkunde eignet sich insbesondere zur unterstützenden Therapie, um Schmerzen zu lindern oder den Gesamtzustand eines Tieres zu
verbessern. Ein Großteil der Pflanzen, die in der Humanmedizin gebraucht werden, sind auch geeignet zur Behandlung von Tieren.
Braunwurz-Salbe oder ein starker Absud der Pflanze ist für Umschläge bei Ekzemen und Hautausschlägen der
Tiere gut geeignet. |
| |
|
|
In alten
Büchern gestöbert
|
|
|
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 14. Band: Seite 790 |
|
Scrophularia L. (Braunwurz), Gattung aus der Familie der Skrofulariaceen, Kräuter und Halbsträucher mit gegenständigen, ganzen Blättern und braunen Blüten in meist rispig od. traubig angeordneten, in Wickeln ausgehenden Dichasien und eiförmiger bis fast kugeliger, meist spitzer Kapsel.
Etwa 120 Arten in den gemäßigten Klimaten der nördlichen Erdhälfte. S. nodosa L. (Knotenwurz, Feigwarzenkraut, Saukraut), mit wurzelförmigem, knotigem Wurzelstock, vierkantigem, ungeflügeltem Stengel und herzförmigen, doppelt gesägten Blättern, wächst an feuchten, schattigen Stellen und war früher offizinell. |
| |
|
|
|
Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
|
|
|
| |
Durchsuchen Sie unsere Website mit google
Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
|