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Boldo
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Familie:
Monimiaceae
(Monimiengewächse)
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Lt:
Peumus boldus
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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Ausdauernder, bis zu 6 bis
10 Meter hoher, immergrüner, diözischer Strauch oder Baum, zweihäusig, d.h., es gibt weibliche und männliche Exemplare
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Äste reich verzweigt;
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Blätter 3 bis 6 cm lang, 2
bis 4 cm breit, länglich-eiförmig, ganzrandig, kurzgestielt, lederartig,
steif - auf der Oberseite blaßgrün, unterseits heller und mit stark hervortretendem Hauptnerv und bogenförmigen
Seitennerven, auf der Oberseite zahlreiche Höcker, diese sind bei jungen Blättern behaart;
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Blüten blattachsel- oder endständig, eingeschlechtlich, weiß oder gelb, glockig, stark
duftend, in traubigen Blütenständen, weibliche Blüten sind etwas kleiner als die
männlichen, zahlreiche Staubblätter
(Wolters 1994)
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Geruch stark würzig, an Pfefferminze
erinnernd, Geschmack bitter, würzig
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Standort: trockene und sonnige Buschwälder
in Chile
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Sammelzeit: ganzjährig
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Historisches: Schon die Inkas nutzten die Blätter der
Pflanze als Magenbitter und gegen Blähungen. Peumus ist der Name der Pflanze in chilenischer Sprache. Boldus wurde nach dem spanischen Botaniker Boldo gewählt.
(Madaus 1938)
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: Boldoblätter
(Folia Boldo, Boldo folium)
Inhaltsstoffe: Alkaloide
(u.a. Aporphin-Alkaloid Boldin), ätherisches Öl, Glykoside, Flavonoide (Quercetin, Kämpferol,
Rhamnetin)
Eigenschaften: steigert die Magensaftsektion,
gallensekretionsfördernd (choleretisch), krampflösend (spasmolytisch), leicht harntreibend
(diuretisch)
Anwendung: Innerlich als Tee und Fertigarzneimittel
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In der Homöopathie
bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse
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In
der Phytomedizin bei Blähungen, Durchfällen, krampfartige Magen-Darm-Störungen,
funktionelle Störungen des ableitenden Gallensystems
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Rezepturen und
Produkte
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Teeaufguss:
Soweit nicht anders empfohlen, wird zweimal täglich eine Tasse des wie folgt bereiteten Teeaufgusses getrunken:
1 Teelöffel voll Boldoblätter wird mit 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach etwa
10 bis 15 Minuten gegebenenfalls durch ein Teesieb gegeben. (Kom-E)
Hinweis:
Daueranwendung und Überdosierung von reinem Boldin können zu Vergiftungserscheinungen führen.
Während einer Schwangerschaft sind Boldoblätter nicht zu verwenden. Aufgrund des Ascaridolgehalts dürfen das ätherische Öl
sowie Destillate aus Boldoblättern nicht verwendet werden.
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In der
Tierheilkunde
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Traditionell wird bei Leber- und
Nierenerkrankungen des Hundes ein milder Boloblätteraufguss dem Futter beigemischt, um Linderung und Heilung zu
verschaffen.
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Auf die Wirkung der Boldoblätter soll man dadurch aufmerksam geworden sein, daß leberkranke Schafe rasch gesundeten, nachdem sie Blätter von einer Umzäunung, die aus Boldozweigen bestand, gefressen hatten.
(Madaus 1938)
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Allgemeine Empfehlung
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Quellen |
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Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
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