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Bitterklee
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auch: Dreiblatt,
Fieberklee, Gallkraut, Magenklee, Monatsblume, Sumpf-Bitterklee, Sumpfklee, Wasserklee, Zottelblume, Zottenblume
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Familie:
Bitterkleegewächse
(Menyanthaceae)
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Bogbean
(engl.)
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Lt:
Menyanthes trifoliata
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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Ausdauernde
(mehrjährige) bis zu 30 cm hohe, kahle Pflanze;
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Wurzelstock dick, kriechend, mit schuppenartigen bis faserigen Niederblättern, im Schlamm verlaufend;
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Stängel aufsteigend;
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Blätter groß, langgestielt, grundständig,
dreizählig;
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weiß bis zartrosa Blüten in der Achsel kleiner Tragblätter; in aufrechten
Trauben, langgestielt;
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Kelch fast bis zum Grund 5zipfelig;
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Krone mit kurzer, trichterförmiger Röhre, 5 verwachsene, auf der Innenseite mit krausen Haaren bedeckten Kronblättern;
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violette Staubbeutel; Kapsel 2klappig;
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Geschmack sehr bitter
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Standort: Moore, Sümpfe, Teichufer in Europa bis 2400 m
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Blütezeit: Mai bis Juni
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Sammelzeit: April bis Mai
Bitte
beachten: Die Pflanze ist geschützt! Nicht sammeln (Artenschutz).
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: Bitterkleeblätter
(Betulae folium) während der Blütezeit gesammelt, Bitterkleewurzelstock (Betulae rhizoma)
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe
(Secoiridoidglykoside), Phenolcarbonsäuren, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl
Eigenschaften: appetitanregend,
gallenflussfördernd, leberschützend
Anwendung: bei
Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen innerlich als Tee, bitteres Tonikum
(Magenbitter) oder Fertigarzneimittel (Kom-E)
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In
der Volksheilkunde bei Hautproblemen, Erkältung und Fieber
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In
der Homöopathie bei Erkrankungen des Zentralnervensystems, Fieberanfällen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen,
grippalen Infekten
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In alten
Büchern gestöbert
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Merck´s Warenlexikon, 1884,
Band 11, Seite 484
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Menyanthes (Zottenblume, Fieber-, Bitterklee, Dreiblatt), Gattung aus der Familie der
Gentianeen, mit der einzigen Art Menyanthes trifoliata L. (Biberklee, Wiesenmangold). Diese in Sümpfen
Mittel- und Nordeuropas, Sibiriens und Nordamerikas vorkommende ausdauernde Pflanze hat einen
kriechenden, geringelten Wurzelstock, welcher aus den Astgipfeln einige langgestielte, dreiteilige
Blätter mit rundlich-eiförmigen, ganzrandigen, kahlen Blättchen treibt. Der 30 cm hohe, blattlose
Blütenschaft trägt eine Traube zarter, weiß und rosenrot gefärbter Blüten. Die kugelige Kapsel enthält
nur wenige Samen. Die Blätter schmecken stark und rein bitter, enthalten farbloses, amorphes,
höchst bitteres Menyanthin, sind offizinell und werben als beliebtes Bittermittel bei Verdauungsschwäche
gegeben. Als Fiebermittel sind sie ganz unwirksam. |
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893
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Fólia trifólii fibrini oder menyántis trifoliátae.
Bitterklee, Fieberklee, Dreiblatt, Wasserklee.
Menyánthes trifoliáta. Gentianéae. Nord- und Mitteleuropa, auf Sumpfwiesen.
Blätter langgestielt, dreilappig, Blättchen eirund, lebhaft grün, Geruch schwach, Geschmack stark bitter.
Bestandtheile. Menyanthin (Bitterstoff), ein sog. Glycosid, welches sich beim Behandeln mit Säuren in Zucker und ätherisches Oel spaltet.
Anwendung. Im Aufguss und Extrakt als magenstärkendes Mittel. Wurde früher als Mittel gegen Wechselfieber angewandt. Dient ferner in grossen Mengen als
Zusatz zu Magenschnäpsen und, wie man sagt, auch in der Brauerei.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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