Berberitze

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Berberitze

auch: Berberitzenstrauch, Sauerdorn, Essigdorn, Sauerach, Berbesbeere, Dreidorn, Erbseldorn

Familie: Sauerdorngewächse

(Berberideen)

Barberry (engl.)

 

Lt: Berberis vulgaris

Kleine Pflanzenkunde

Berberis vulgaris - www.biolib.de   

Sträucher - etwa 1 bis 2,5 m hoch - mit gelbem Holz, mit einfachen, gewimpert-gezahnten Blättern, mit geteilten, dreispaltigen Dornen unter den Blattbüscheln; in hängenden Trauben stehenden Blüten und länglichen, zwei- bis achtsamigen, saftigen, roten Beeren. Berberitzte zählt zu den bedrohten Pflanzen und man trifft den Strauch nur Selten in Wäldern und Naturhecken an. 

Blütezeit: Mai bis Juni 

   

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Berberis vulgaris - www.biolib.de  

Heilend, fördernd und kräftigend für: Leber, Nieren, Gelenke

Anwendung: als homöopathisches Mittel

Inhaltsstoffe: Alkaloid Berberin (Blätter, Rinde)

Hinweis: Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«.

Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; keine Risiken; sog. Nullmonographie

  

In der Tierheilkunde

Berberitze gilt als Giftpflanze für Pferde, Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in die Tierarztpraxis mit.

  

In alten Büchern gestöbert

Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1888, Band 2, Seite 712

Berberis vulgaris - www.biolib.de

 

 

 

Berberis vulgaris - www.biolib.de

Der Strauch, ursprünglich vielleicht nur im südlichen Osteuropa und in Asien einheimisch, ist jetzt sehr verbreitet, zum Teil, auch in Nordamerika, verwildert und wird oft in mehreren Varietäten mit verschieden gefärbten, auch süßen und kernlosen Früchten als Zierstrauch angepflanzt. Die Wurzel dient zur Darstellung des Berberins und zum Färben, das harte, gelbe Holz wird von Drechslern benutzt, auch zu Zahnstochern etc. verarbeitet, die Blätter kann man als Salat genießen; die Beeren enthalten viele freie Äpfelsäure, waren früher offizinell und werden, mit Zucker eingemacht, zur Darstellung von Sirup, Gelee, Marmelade, Eis, Plätzchen benutzt.
Die Samen sind ölreich. Dieser Nutzen, welchen der Berberitzenstrauch gewährt, wird aber reichlich aufgewogen durch den Schaden, welchen er als Wirt eines parasitischen gelben Pilzes (Aecidium Berberidis) verursacht, der in engster Beziehung zu einem der Rostpilze des Getreides steht. Man sollte daher den Strauch wenigstens in der Nähe von Getreidefeldern nicht dulden (vgl. Rostpilze). Ein beliebter Zierstrauch ist Berberis Darwini Hook., aus Chile und Patagonien, wo überhaupt die Berberisarten, mit den Kolletien vereinigt, als schwer zu durchdringende vegetabilische Stachelfestungen die Kordillerenabhänge besetzen. Er ist zwergig, kurz verästelt, mit sitzenden, kleinen, lederartigen Blättern und ziemlich großen Blüten in gestielter Doldentraube, als Zierstrauch nicht genug zu empfehlen, muss aber sehr gut bedeckt werden und wird häufiger im Kalthaus kultiviert.

  

   

Weiterführende Informationen

Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Bachkresse ] Bachminze ] Baldrian ] Balsambaum, peruanischer ] Bathengel ] Bardane ] Bärendill ] Bärenfenchel ] Bärenklau ] Bärenschweif ] Bärentraube ] Bärlapp ] Bärlauch ] Bartflechte ] Bärwurz ] Basilikum ] Bauernrose ] Bauernsenf ] Beifuß ] Beinwell ] Benediktendistel ] Benediktenkraut ] Benediktinerrose ] [ Berberitze ] Bergföhre ] Bergkümmel ] Bergliebstöckel ] Bergwohlverleih ] Bertramsgarbe ] Besenginster ] Bibernelle ] Bickbeere ] Bienenkraut ] Bierhopfen ] Birke ] Bisamklee ] Bitterdistel ] Bitterer Beifuß ] Bitterfenchel ] Bitterklee ] Bitterkraut ] Bitterkresse ] Bittersüß ] Bitterwurz ] Blasenkirsche ] Blasse Kegelblume ] Blaubeere ] Blaue Schlüsselblume ] Blaugummibaum ] Bleichblume ] Blumenkresse ] Blumennessel ] Blutauge ] Blutkraut ] Blutkraut II ] Blutlungenmoos ] Blutwurtz ] Blutwurz ] Boberelle ] Bockshornklee ] Bockskraut ] Bohne (Garten-) ] Boldo ] Borgelkraut ] Bornwurz ] Borretsch ] Brahmtee ] Brauner Senf ] Braunwurz ] Breitwegerich ] Brennnessel ] Brombeere ] Brunnenkresse ] Brustlattich ] Buschbohne ] Buschwindröschen ] Butterblume ] Butterblume II ] Butterblume III ]

 

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