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Bartflechte
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auch:
Baumbart |
Familie:
Bartflechtengewächse
(Parmeliaceae / Usnea) |
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Kleine Pflanzenkunde
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Flechten zählen aufgrund ihrer botanischen Merkmale nicht zu den Pflanzen. Sie werden den Pilzen
zugerechnet, unter denen sie eine Sonderstellung einnehmen. Flechten wachsen meist von Bäumen herabhängend und präsentieren sich in einer breiten Farbpalette von weiß über Braun-, Rot- und Grüntöne bis hin zu
grau-schwarz. Man bezeichnet einige als Bartflechten oder auch Baumbart. Sie bilden eine symbiotische Lebensgemeinschaft mit einem oder mehreren Photosynthese betreibenden Partnern. Durch die Symbiose
entstehen die typischen Wuchsformen der Flechten. Etwa 2000 Flechtenarten sind in Mitteleuropa anzutreffen. Man unterscheidet zwischen Krustenflechten, Laub- oder Blattflechten, Strauchflechten und Gallertflechten.
Flechten wachsen oft nur wenige Millimeter pro Jahr und können daher nur an
Standorten überleben, an denen sie nicht von anderen Pflanzen am Wachstum
gehindert werden. Nährstoffe nehmen Flechten zum Großteil aus dem
Regenwasser, aber auch aus Staubpartikeln der Umgebungsluft auf. Flechten
sind daher auch Zeigerorganismen für bestimmte Umweltbedingungen, insbesondere
für die Luftqualität - sie reagieren empfindlich auf
Luftverschmutzungen. Aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit finden sich
Flechten auf verschiedensten Standorten, auf Bäumen, auf
Gesteinsuntergründen, an Felsen, aber auch in Wüstengegenden.
In der Roten Liste der Pflanzenarten - nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art(en) [Stand 2007]:
Usneaceae spp. (Bartflechten) |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Verdauungsorgane, Atemwege, Gewebe
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Anwendung bei
Darmerkrankungen, Erkältungskrankheiten, Grippale Infekte, Mandelentzündung,
Rachenentzündung, Infektionen der oberen Atemwege,
Hautentzündungen, Infektionen der Haut, Schuppen
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Wirkung: antibakteriell,
antimikrobiell
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Inhaltsstoffe:
Usninsäure
(antibiotischer Wirkstoff der Bartflechten), primäre Produkte sind Proteine, Aminosäuren,
Polysaccharide, Lipide und auch Vitamine
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Verwendung: Fertigpräparate beinhalten
Usninsäure, den antibiotischen Wirkstoff
der Bartflechten. |
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In alten
Büchern gestöbert
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 16. Band: Seite 25 |
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Usnea
(Bartflechte), Gattung der Strauchflechten, mit strauchförmigem, cylindrischem, fadenförmigem, sehr vielästigem, meist schlaff hängendem Thallus, dessen Mark von einem holzig harten, zentralen Strang durchzogen ist, und dessen Rinde später der Quere nach Risse bekommt, mit schildförmig gestielten, kreisrunden, flachen, blassen Apothecien, welche einen oft in wimperartige Ästchen auswachsenden Thallusrand besitzen. Von den etwa zehn Arten, die über die ganze Erde verbreitet sind, wächst Usnea barbata, mit 5–32 cm langem, graugrünem, in viele haardünne Zweige geteilten Thallus, an Baumstämmen in ganz Europa
in der Ebene und auf höhern Gebirgen und wird wegen der Ähnlichkeit mit grauen Barten von den Gebirgsbewohnern an hölzerne Pfeifenköpfe, Zigarrenspitzen und hölzerne Figuren geleimt; dient auch als Polstermaterial.
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Weiterführende
Informationen
Quellen |
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Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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