Balsambaum, peruanischer

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Peruanischer Balsambaum

Familie: Leguminosae
(Hülsenfrüchtler)

Balsam of Peru, quinquino (engl.)

 

Lt: Myroxylon balsamum

Kleine Pflanzenkunde

Peruanischer Balsambaum

Peruanischer Balsambaum

Der Perubalsambaum (var. pereirae) ist ein bis zu 26 m hoher Baum mit ausladender rundlicher Krone und einer Verzweigung der Äste erst in einer Höhe von 13 bis 19 m. Die ist Rinde glatt, gelblich-grau oder braun, mit zahlreichen, hellen Lenticellen bedeckt. Die oberseits dunkelgrünen, unterseits blaßgrünen Blätter sind gewöhnlich unpaarig abwechselnd gefiedert, mit 4 bis 7 verkehrt-eiförmigen, zugespitzten, ledrigen, kurzgestielten Blättchen. Die zwittrigen Blüten stehen auf etwa 12 mm langen 
Stielen in einfachen, reichblütigen Trauben. Die Frucht ist eine einsamige Hülse, nicht aufspringend und geflügelt. (Ennet und Wiebrecht 2002)

Der Perubalsambaum wächst in Guatemala, Venezuela, Ecuador, Kolumbien und der Tolubalsambaum in Guatemala und El Salvador.

  

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Peruanischer Balsambaum  

Wirksame Teile: Balsamum peruvianum (Perubalsam), Balsamo di cassaro (Rindenbalsam)

Inhaltsstoffe: Estergemische, Harze, Benzoesäure, Benzoesäuremethylester, Benzylferulat, Zimtsäure und Zimtsäuremethylester 

Nach heutigem Kenntnisstand enthält Perubalsam mindestens 20 Einzelverbindungen mit zum Teil deutlicher allergener Potenz  (Hausen 2001, Hausen et al. 1995)

Anwendung: Wunden, oberflächliche Wunden, Hautverletzungen, Abschürfungen, Hautabschürfungen, Verletzungen, Brandwunden

Anwendung in der Homöopathie: Chronische Schleimhautentzündungen der Atemwege und Harnorgane

 

In der Tierheilkunde

Perubalsam findet in der Veterinärmedizin äußerliche Anwendung zur Abwehr von Fliegen und Mücken sowie zur Juckreizlinderung. Der Einsatz  von Emulsionen und Salben mit Perubalsam findet aufgrund antibakterieller, entzündungshemmender und pflegender Wirksamkeit statt. In der Veterinärmedizin dienen die Emulsionen und Salben zur hautschonenden, hochwirksamen Desinfektion, zur Keimabtötung und Entzündungshemmung bei Hauterkrankungen und offenen Wunden. 

 

In alten Büchern gestöbert

Dr. Med. Gerhard Madaus, Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938

Nach v. Haller ist der Perubalsam "hizig, zertheilet, zeitiget die Geschwäre, heilet zusammen und stärkt; ein ganz vortrefflicher Wundbalsam, der ungemein zugleich reiniget, "auch für den innerlichen Gebrauch rühmt er ihm "die trefflichsten Arzneykräfte" nach: er wirke magenstärkend, gegen Magendarmerkältung und Grimmen, fäulniswidrig, ausgezeichnet schleimlösend und gegen Mund- und Halsleiden. "Als äußerst wirksames, erhitzendes Reizmittel" beschreibt ihn Hecker, der als Indikationen asthmatische Beschwerden, beginnende Tuberkulose, Lungengeschwüre, Vomitus, chronische Rheumatismen, Gicht, Lähmungen, Nachtripper u. a. chronische Schleimflüsse aus den Harnwegen und dem After angibt. Äußerlich gebraucht ihn Hecker zur Unterstützung der Regeneration bei Verletzungen, gegen durch Wunden entstandenen Tetanus und Trismus, bei unreinen Geschwüren und Karies der Zähne. Er soll frische Wunden ohne Eiterung und ohne Narbe heilen.
Die amerikanische Medizin verwendet den Perubalsam als antiseptisches, desinfizierendes, diuretisches und diaphoretisches Mittel mit besonders starker Wirkung auf die Schleimhäute. Nach W. Engelhardt wird bei Menschen vereinzelt eine überempfindlichkeit des Hautorgans gegen Perubalsam beobachtet. 

 

Weiterführende Informationen

E-Monographie

Quellen

 

Bachkresse ] Bachminze ] Baldrian ] [ Balsambaum, peruanischer ] Bathengel ] Bardane ] Bärendill ] Bärenfenchel ] Bärenklau ] Bärenschweif ] Bärentraube ] Bärlapp ] Bärlauch ] Bartflechte ] Bärwurz ] Basilikum ] Bauernrose ] Bauernsenf ] Beifuß ] Beinwell ] Benediktendistel ] Benediktenkraut ] Benediktinerrose ] Berberitze ] Bergföhre ] Bergkümmel ] Bergliebstöckel ] Bergwohlverleih ] Bertramsgarbe ] Besenginster ] Bibernelle ] Bickbeere ] Bienenkraut ] Bierhopfen ] Birke ] Bisamklee ] Bitterdistel ] Bitterer Beifuß ] Bitterfenchel ] Bitterklee ] Bitterkraut ] Bitterkresse ] Bittersüß ] Bitterwurz ] Blasenkirsche ] Blasse Kegelblume ] Blaubeere ] Blaue Schlüsselblume ] Blaugummibaum ] Bleichblume ] Blumenkresse ] Blumennessel ] Blutauge ] Blutkraut ] Blutkraut II ] Blutlungenmoos ] Blutwurtz ] Blutwurz ] Boberelle ] Bockshornklee ] Bockskraut ] Bohne (Garten-) ] Boldo ] Borgelkraut ] Bornwurz ] Borretsch ] Brahmtee ] Brauner Senf ] Braunwurz ] Breitwegerich ] Brennnessel ] Brombeere ] Brunnenkresse ] Brustlattich ] Buschbohne ] Buschwindröschen ] Butterblume ] Butterblume II ] Butterblume III ]

 

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