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Bärentraube
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auch: Wilder
Buchs, Wolfsbeere |
Familie: Heidekrautgewächse
(Ericaceae) |
| Bearberry (engl.) |
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Lt:
Arctostaphylos
uva-ursi
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Kleine Pflanzenkunde
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Standort: Lichte Kiefernwälder,
Heiden in Mittel- und Nordeuropa,
Nordasien und Nordamerika, bis ca. 2700 Meter. Pflanzengröße 15
bis 30 cm hoch, Zwergstrauch mit langen, kriechenden Ästen; Blätter immergrün, derb, oval,
ledrig, kurz gestielt, 1 bis 3 cm lang. Blüten rosa, klein glockig, mit fünf
kurzen Zipfeln und kurzen überhängenden Trauben; Blütenstände mit krugförmiger
Krone, auf der Innenseite behaart; Frucht (Beeren) kugelig. Besondere Bedeutung kommt dieser Heilpflanze im Bereich der
Behandlung von Harnwegsinfektionen zu.
In der Roten Liste der Pflanzenarten - nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art(en) [Stand 2007]:
Arctostaphylos uva-ursi (Echte Bärentraube) |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Ausschwemmung, Blutreinigung, ,
Durchblutung, Blase, Nieren, Stoffwechsel
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Anwendung bei: Blasenentzündung,
Nierenbeckenentzündungen, Nierenfunktionsförderung, Entgiftung,
Entschlackung
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Wirksame Teile:
Blätter
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Blütezeit: Mai
bis August |
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Eigenschaften: antibakteriell, adstringierend |
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Inhaltsstoffe: u.a. Hydrochinonglucoside (Arbutin, Methylarbutin), Gerbstoffe |
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Rezepturen & Produkte
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Innerlich als Tee (ein Kaltauszug ist vorzuziehen)
mit ca. 3 g Blätter auf 150 ml Wasser als Aufguss. Dieser wird mit heißem Wasser (ca. 150 ml) 15 Minuten gekocht und durch
einen Kaffeefilter gegeben. Der Tee kann auch durch Ansetzen mit kaltem Wasser und
mehrstündigem Ziehen bereitet werden. Soweit nicht anders empfohlen, wird
3 bis 4 mal täglich 1 Tasse getrunken. |
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In der
Tierheilkunde
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Traditionell
wird bei Hunden mit blutigem Harn, der aufgrund von Nierenproblemen auftritt, ein milder Aufguss mit
Bärentraube dem Futter beigemischt, um Heilung und Linderung zu verschaffen.
Zur unterstützenden Therapie bei Nierenerkrankungen oder zur Förderung der Entgiftung
kann ein Aufguss aus Kamillenblüten, Bärentraubenblättern,
Goldrutenkraut und Anisfrüchten dem Futter beigemischt werden
Allgemeine Empfehlung |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Fólia úvae úrsi.
Bärentraubenblätter.
Arctostóphylos oder Arbútus úvae úrsi. Ericacéae. Alpen, Norddeutschland.
Blätter immergrün, lederartig, kurzstielig, verkehrt eirund, auf beiden Flächen netzadrig, glänzend dunkelgrün, später bräunlich werdend, mit nicht
umgeschlagenem Rand. Geruchlos, Geschmack herb, bitterlich.
Bestandtheile. Arbutin, ein bitteres, krystallinisches Glucosid, Gerbsäure in grossen Mengen.
Anwendung. Namentlich gegen Blasenleiden.
Verwechselungen. Blätter der Heidelbeere, nicht netzadrig, Rand umgeschlagen, Unterseite rostfarben. Buchsbaumblätter, eiförmig zugespitzt. Neuerdings
wird das Arbutin, welches etwa zu 3 1/2% in den getrockneten Blättern vorhanden, für sich dargestellt. Es krystallisirt in langen, seidenglänzenden
Nadeln. Geruchlos, löslich in 8 Th. kaltem und 1 Th. siedendem Wasser, ferner in 16 Th. Alkohol, ist dagegen unlöslich in Aether. Wird gegen
Blasenkatarrhe und Nierenaffektionen empfohlen. |
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Meyers Konversations-Lexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 1. Band: Seite 778 |
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Arctostaphylos Adans. (Bärentraube), Gattung aus der Familie der Erikaceen, kleine Bäume oder Sträucher mit zerstreut stehenden, gestielten, ganzrandigen oder gesägten, lederigen, meist immergrünen Blättern, nickenden, weißen, gelben oder rosenroten Blüten in terminalen Trauben oder Rispen und einer fünf einsamige Steinkerne enthaltenden Beere.
Arctostaphylos uva ursi Spr. (Arbutus uva ursi L.), ein niederliegender, reichverzweigter Strauch, der den Boden mit seinen langen, in der Jugend fein behaarten Zweigen mit glänzenden, länglich verkehrt-eiförmigen, eigentümlich geäderten Blättern völlig bedeckt. Die Blüten sind weißlich rosenrot, die Steinfrucht scharlachrot. Der Strauch wächst auf Heidestrecken, an Felsen etc. fast der ganzen nördlichen Hemisphäre, in den südlichen Gebieten auf Gebirgen, oft weite Strecken überziehend. Die herben, etwas bitter schmeckenden Blätter (Folia uvae ursi) enthalten Gallussäure, Gerbsäure, Arbutin, Erikolin und Urson und werden bei chronischem Blasenkatarrh und bei Blutungen aus der Blase mit Erfolg gebraucht. Man verwendet sie auch zum Schwarz-, Dunkelgrün- und Braunfärben sowie zum Gerben des Saffianleders. Aus den etwas mehligen Früchten soll man im Norden
Brot backen.
Arctostaphylos alpina Spr., ein kleiner Strauch auf den Alpen, in den arktischen Gegenden Europas, Asiens und Amerikas, mit abfallenden, unten weißlichen Blättern, rötlichen Blüten in Endtrauben und roten, eßbaren Früchten, wird wie die vorige auch als Zierpflanze kultiviert. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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