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Thymian, echter
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auch:
Echter Thymian, Gartenthymian,
Kuttelkraut, Bachminze, Welscher Quendel
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Familie:
Lippenblütler (Lamiaceae) |
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Common Thyme
(engl.)
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Kleine Pflanzenkunde
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Thymus vulgaris L. hat einen aufsteigenden, ästigen Stengel, linealisch-lanzettliche bis länglich-eiförmige, drüsig punktierte, sehr kurz behaarte oder kahle, am Rand umgerollte
Blätter und weißliche oder rötliche Blüten in ährig bis kopfig zusammengerückten Scheinquirlen. Das Kraut enthält ätherisches Öl (bis 0,6 Proz.) und ist
offizinell. (Meyers 1888; 15. Band: Seite 686)
Diese aromatisch duftende
Pflanze stammt aus der
östlichen Mittelmeerregion. In unseren Breiten ist sie nicht winterhart.
Thymian ist ausdauernd, wächst als ästiger Halbstrauch und erreicht eine
Pflanzengröße von bis zu 30 Zentimetern. Der Stängel ist vierkantig und ringsum
behaart. |
Blütezeit: Mai bis
Oktober |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Atmungsorgane, Verdauungsorgane
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Anwendung bei:
Bronchitis, Erkältungskrankheiten, Kehlkopfkatarrh, Keuch- und Krampfhusten,
Verdauungsstörungen, Infektionen des Nieren-Blasenapparates, auch gegen
Parasiten (als Wurmmittel)
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Wirkung:
desinfizierend, schleimlösend, auswurffördernd, krampflösend
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Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (Thymol, Carvacrol), Flavone |
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Wirksame Teile:
Thymiankraut
(Thymi herba)
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Rezepturen
& Produkte
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Innerliche und äußerliche
Anwendung als Tee oder Tinktur, Salbe, Badezusatz
Teeaufguss:
Ein Teelöffel voll (ca.
1,5 g) Thymian oder die entsprechende Menge in einem oder mehreren Aufgussbeutel(n) wird mit
siedendem Wasser (ca. 150 ml) übergossen und nach etwa 10 bis 15 Minuten gegebenenfalls durch ein Teesieb gegeben.
Mehrmals täglich eine Tasse schluckweise trinken. |
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In der Tierheilkunde
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Durch seine antibakteriellen Eigenschaften sowie seine desinfizierende, auswurffördernde, harntreibende, appetitanregende und
krampflösende Wirkung ist Thymian in der Tierheilkunde eine wertvolle Pflanze.
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Thymian
in der Veterinärmedizin/in der Tierhaltung zur Beseitigung von Fehlern im Stallklima - z.B. zur Neutralisation von Ammoniak, Schwefelwasserstoff und weiteren Schadgasen sowie Bindung „Fällung“
von Staubpartikeln - somit auch zur Hustenlinderung als Bestandteil flüssiger
Zubereitungen.
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Thymian
in der Veterinärmedizin zur Linderung von Bronchopneumonie (morphologische Verlaufsform der Lungenentzündung) und zur Fiebersenkung als flüssige Zubereitung bzw. als Aerosol. Durch die krampflösenden Eigenschaften lindert
Thymian den Hustenreiz und wirkt entspannend auf die Bronchialmuskulatur.
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Ein Absud aus Thymian fördert die Magen- und Darmsekretion, hilft gegen Blähungen, leichte Durchfälle und kann dem Befall von Darmparasiten vorbeugen.
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Eine Kräutermischung mit krampflösender und hustenreizstillender Wirkung kann bei Atemwegserkrankungen als Aufguss dem Futter beigemischt werden: Thymiankraut, Malvenblüten, Kamillenblüten, Huflattichblüten und Eibischwurzel.
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Thymian wird in der vorbeugenden oder begleitenden Therapie bei Pferden
eingesetzt und ist als Zusatzfuttermittel für Pferde erhältlich.
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Für die innere Anwendung kann das Kraut dem Futter beigemischt werden oder als Teeaufguss dem Futter zugesetzt werden. Bei der Behandlung von Hunden, Katzen und kleineren Haustieren sollte man besonders vorsichtig in der Dosierung sein - eher weniger, als zu
viel.
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Äußerlich werden der
Absud des Thymiankrauts oder thymolhaltige Präparate bei Erkrankungen der Muskeln, Sehnen und Gelenke
angewendet.
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Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Hérba
thymi. Thymian.
Thymus vulgáris. Labiátae. Südeuropa, in Deutschland kultivirt.
Die getrockneten, blühenden Zweige. Blätter gegenständig, gestielt. eiförmig, bis zu 1 cm lang, Rand zurückgebogen, Blüthen röthlich; Geruch angenehm gewürzhaft; Geschmack gleichfalls. Bestandtheile. Aetherisches
Oel.
Anwendung. In der Medizin namentlich zu Kräuterkissen und Bädern; hauptsächlich als Speisegewürz.
Die Waare kommt theils in Bündeln, theils abgerebbelt in den Handel, besonders schön aus Frankreich. |
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Merck`s Warenlexikon, 1884; Autorenkollektiv, Verlag von G. A. Gloeckner, Leipzig, Dritte Auflage, 1884; Seite 583; Warenbeschreibung |
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Thymian (welscher Quendel, Thymus vulgaris). Dieses bei uns in Gärten gepflegte, im südlichen Europa heimische aromatische Gewächs ist ein kleiner ausdauernder, zu
den Labiaten oder Lippenblütlern gehöriger Halbstrauch. Die krautartigen Teile der Pflanze bilden getrocknet die herba Thymi der Apotheken und eine Würze
für Würste und andre Speisen. Der starke würzhafte Geruch und Geschmack beruht auf einem Gehalte an ätherischem Öl, dessen zahlreiche Behälter in der
Substanz der Blätter als Drüsen eingebettet liegen.
Durch Destillation des Krautes mit Wasser wird gegen 1% des Öls erhalten, welches zum Parfümieren von Seifen und ähnlichen Zwecken dient. Auch ist es
offizinell. Dasselbe ist frisch bereitet grünlich oder gelblich, läßt sich durch Rektifizieren entfärben, wird aber mit der Zeit wieder gelblich oder
bräunlich. Die Destillation des Öls wird in Italien und Südfrankreich betrieben, von wo aus die Ware zu uns kommt. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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