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Andorn
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auch: Gewöhnlicher Andorn, Weißer Andorn,
Gemeiner Andorn, Weißer Dorant |
Familie:
Lippenblütler
(Lamiaceae)
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| White Horehound / Common Horehound
(engl.) |
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Kleine Pflanzenkunde
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Seinen Ursprung hat der Andorn
in Südeuropa. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich heute über Süd- und Mitteleuropa.
Man findet ihn an trockenen Hängen, auf Weiden und an Wegrändern, auf mageren Wiesen und Schuttplätzen.
Andorn zählt zu den stark gefährdeten Pflanzenarten in Deutschland (vgl.
Bundesamt für Naturschutz).
Aufgrund seiner Anspruchslosigkeit ist er für die Anzucht im eigenen
Garten bestens geeignet. Andorn ist ausdauernd krautig und erreicht Wuchshöhen
von bis zu 80 cm. Die Pflanze duftet leicht nach Thymian, die Stängel
sind vierkantig und wie seine Blätter leicht behaart. In den Blattachseln
sitzen weiße Blüten. Seine Heilwirkung erstreckt sich auf einen Großteil
der menschlichen Organe und Organsysteme. |
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Sammelzeit:
Juni bis August |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Atmung, Leber, Herz, Verdauungsorgane,
u.a.
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Anwendung: bei Anämie,
Bronchitis, Husten, Magenentzündung, Darmentzündung, Gallenbeschwerden, Leberfunktionsschwäche,
Herzstörungen, bei schwacher Menstruation, schlecht heilenden Wunden, Geschwüren
und Ekzemen |
Wirksame Bestandteile:
blühendes Kraut |
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Wirkung: blutbildend, menstruationsfördernd,
u.a. |
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, ätherisches Öl, Gerbstoffe (u.a.) |
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Rezepturen: Innerlich und äußerlich als Tee
/ Absud und in heilsamen Teemischungen oder als Frischpflanzenpresssaft. |
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In der Tierheilkunde
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Die Naturheilkunde eignet sich insbesondere zur
unterstützenden Therapie, um Schmerzen zu lindern oder den Gesamtzustand eines Tieres zu verbessern.
Ein Großteil der Pflanzen, die in der Humanmedizin gebraucht werden, sind auch geeignet zur Behandlung von
Tieren. Die verabreichte Menge muss dem Körpergewicht des Tieres angepasst werden. In der Regel sind die Dosen für
pflanzenfressende Tiere, unabhängig von ihrem Körpergewicht, höher als die für fleischfressende Tiere.
Andornkraut
wird als Zusatzfuttermittel für Pferde von Futtermittelherstellern
angeboten. |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Hérba marrúbii
albi. Weisser Andorn.
Marrúbium vulgáre. Labiátae.
Deutschland. Die oberen Stengel mit den Blüthen; Stengel röhrig und wie die Blätter weissfilzig; Blätter in dem Blattstiel verschmälert, runzelig, gezahnt gekerbt. Geruchlos, Geschmack bitter, scharf und etwas salzig.
Bestandtheile. Marrubiin (Bitterstoff), viele Salze.
Anwendung. Nur als Volksheilmittel. |
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 11. Band: Seite 280 |
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Marrubĭum
Tourn. (Andorn), Gattung aus der Familie der Labiaten, ausdauernde, oft filzig oder wollig behaarte Kräuter mit runzeligen, gekerbten oder eingeschnittenen Blättern und meist dicht- und vielblütigen Scheinquirlen in Laubblattachseln. 30 Arten in Europa,
Nordafrika, besonders im gemäßigten Asien. Marrubium vulgare L. (Mariennessel, Berghopfen, weißer Dorant, Helfkraut), in Europa und Mittelasien, eingewandert in Amerika, hat 50 cm hohe, weißfilzige Stengel,
rundlich-eiförmige, ungleich gekerbte, filzig behaarte Blätter und kleine, weiße Blüten. Das Kraut schmeckt stark bitter und etwas scharf aromatisch; es enthält wenig ätherisches Öl, kristallisierbares, bitteres Marrubiin und Gerbsäure. Man benutzte Andorn, Prasion der Griechen, früher als Heilmittel, während er jetzt obsolet ist. |
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Weiterführende
Informationen
Bundesamt für Naturschutz
Quellen |
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Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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