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Alant
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auch: Echter Alant, Helenenkraut, Großer Heinrich, Brustalant,
Donnerkraut, Glockenwurz, Aletwürze, Altwurz, Darmwurz, Edelwurz, Krätzenwurz, Odinskopf |
Familie:
Korbblütler
(Asteraceae) |
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Elecampane (engl.) |
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Lt:
Inula helenium
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Kleine Pflanzenkunde
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Der Alant stammt
wahrscheinlich aus Zentralasien und zählt mit zu den ältesten Heilpflanzen unseres
Kulturkreises.
Früher fand er Verwendung als Küchengewürz und auch zur Behandlung der verschiedensten
Erkrankungen. Auch heute noch findet der Alant Verwendung als Hausmittel
und in der Tiermedizin, z.B. zur Behandlung der Schafsräude. Der Alant ist weitestgehend in Vergessenheit geraten.
Man findet ihn heute in einigen Bauerngärten, auf nahrhaftem Boden.
Vereinzelt auch anzutreffen in Mittel- und Osteuropa an geschützten Ufern, auf feuchten
Wiesen sowie an Wald- und Heckenrändern. Jedoch gilt er infolge landbaulicher Maßnahmen als gefährdet.
Alant wächst von einer
zarten, unscheinbaren Rosette in Bodennähe als stattliche Staude heran
und kann bis zu zwei Meter hoch werden. Die Pflanze ist mehrjährig, ihre
Stängel sind krautig, zottig und filzig. Die Grundblätter sind
langgestielt und werden bis zu 80 cm lang. An ihrer Unterseite fühlen
sich die Blätter filzig an. Die gelben Blüten des Alants sprießen
jedoch meist erst ab dem dritten Wachstumsjahr.
In der Roten Liste der Pflanzenarten - nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art(en) [Stand 2007]:
Inula germanica L. (Deutscher Alant) |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Anwendung bei:
Appetitlosigkeit,
Asthma, Bronchitis,
Keuchhusten, Beschwerden mit Blase und
Nieren,
Wechseljahrsbeschwerden
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Wirksame
Bestandteile: Wurzel (Sesquiterpenlactone (Bitterstoffe), Inulin, ätherisches Öl,
Alantsäure, Kampfer, Harze, Azulen, Pektin, Wachs, Helenin, u.a.) |
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Wirkung: antiseptisch,
menstruationsregulierend, leberanregend, wurmtreibend, wassertreibend |
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Sammelzeit: März bis April / September
bis November |
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Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1988: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; Risiken vorhanden |
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Rezepturen & Produkte
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Teeaufguss: 1
bis 2 TL
kleingeschnittene Wurzeln werden mit etwa 150 bis 200 ml heißem Wasser überbrüht.
Ca. 5 bis 7 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Nehmen Sie von diesem Tee bei Beschwerden 2 bis 3 Tassen täglich.
Beachten Sie: Die Bitterstoffe der Alantwurzel wirken schleimhautreizend.
Eine Überdosierung kann zu Erbrechen, Durchfall und Magenschmerzen
führen. Es empfiehlt sich daher auch, den Alant in heilsamen Teemischungen,
z.B. mit Spitzwegerich und Huflattich, anzuwenden. |
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In der
Tierheilkunde
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Traditionell wird bei geschwächten
Pferden und Eseln ein Altanwurzeltee dem Futter beigemischt. Ein
Altantaufguss wird in der Naturheilkunde auch eingesetzt, um Wunden, Verletzungen und Hautkrankheiten
zu heilen.
Allgemeine Empfehlung |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Rádices énuale oder helénii.
Alantwurzeln. Ínula helénium. Compositae.
Deutschland, England, Belgien, an feuchten Stellen. Auch kultivirt. Haupt- und Nebenwurzeln, theils in Quer-, theils in Längsschnitten. Die ganze
Wurzel bis zu 15 cm lang, 3–4 cm dick, stark verästelt, aussen graubraun, innen graugelblich, hornartig: nicht holzig, in nicht ganz trockenem Zustände
zähe und biegsam. Auf dem Querschnitt zeigen sich zahlreiche Oelbehälter. Geruch und Geschmack eigenthümlich aromatisch.
Bestandtheile. Inulin 30–40%, ätherisches Oel, Helenin oder Alantkampher. Letzterer ist in den
Oelbehältern in kleinen Krystallen enthalten.
Anwendung. Hauptsächlich in der Likörfabrikation als Zusatz zu bitteren Schnäpsen. Neuerdings wird das Helenin oder Alantkampher isolirt dargestellt
und als kräftiges antiseptisches Mittel empfohlen. Es soll die Tuberkel-Bacillen noch in grosser Verdünnung todten und wird daher gegen Tuberkulose,
ferner gegen Keuchhusten und Malaria empfohlen. Helenin ist vollkommen geruchlos und bildet farblose
Krystallnadeln. |
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 8. Band: Seite 1007 |
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Inula
L. (Alant), Gattung aus der Familie der Kompositen, meist ausdauernde, verschiedenartig behaarte Kräuter, selten Sträucher mit grundständigen oder abwechselnden, ganzrandigen oder gesägten Blättern, an den Ästen einzeln endständigen oder häufig doldenrispig, rispig oder traubig angeordneten Blütenköpfchen und fast stielrunden Achänen. 56 Arten auf der östlichen Erdhälfte. I. Helenium L. (großer Alant, Helenakraut, Galantwurz, großer Heinrich), Staude mit 2 m hohen, unten rauhhaarigen, oberwärts zottigen Stengeln, wechselständigen, spitzen, eilänglichen, runzeligen, gekerbten, behaarten Blättern und in Doldenrispen stehenden, großen, gelben Blüten, wächst an feuchten Orten fast in ganz Europa und in Vorderasien, in Nordamerika eingewandert, wird als Arzneipflanze, früher auch als Küchengewächs in Gärten gezogen, im größern Maßstab namentlich in Holland und der Schweiz kultiviert, ebenso in Nordamerika und Japan. Die von zwei- bis dreijährigen Pflanzen gesammelte Wurzel riecht im frischen Zustand eigentümlich, nicht unangenehm, gewürzhaft, schmeckt entsprechend und schwach bitterlich und enthält neben viel Inulin wenig aromatisches Alantsäureanhydrid, pfefferminzartig riechenden und schmeckenden Alantkampfer, bitteres Helenin und aromatisches Alantöl. Sie wurde früher als Expektorans und Diuretikum, auch äußerlich angewandt.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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