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Akazien
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Gattung aus der Familie:
Leguminosen (Leguminosae)
auch: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
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Acacia (engl.)
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Lt: Acacia
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Kleine Pflanzenkunde
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Besonders in Australien und Afrika weit
verbreitet; Bäume oder Sträucher mit doppelt gefiederten Blättern und in Köpfchen gestellten kleinen, gelben oder weißen Blüten. Von den Blättern ist bei vielen Arten die gefiederte Blattspreite nur rudimentär oder überhaupt nicht entwickelt, dagegen der Blattstiel bedeutend verbreitert. |
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In alten
Büchern gestöbert
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| Alle
Abb.: biolib.de
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Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1888,
Band 1, Seite 73 |
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Acacĭa
(Akazie), Gattung aus der Familie der Mimosaceen, wehrlose,
stachlige oder dornige Bäume und Sträucher mit wechselständigen,
doppelt gefiederten oder auf den blattartig entwickelten Blattstiel (Phyllodium)
reduzierten Blättern, dichten Blütenköpfchen oder cylindrischen Ähren,
welche einzeln oder zu mehreren in der Achse oder rispig gehäuft auf den
Spitzen der Zweige stehen und durch die zahlreichen Staubgefäße
der kleinen Blüten gelb oder weiß erscheinen. Die Hülsen sind
eiförmig, oblong oder linealisch, gerade, gekrümmt, aufgerollt, häutig
bis holzig, zweiklappig oder nicht aufspringend. Die ca. 400 tropischen
Arten finden sich besonders in Afrika und Neuholland, und manche von
ihnen bilden Wälder und bestimmen den Charakter weiter Gebiete. Die ca.
280 Arten mit Phyllodien gehören fast ausschließlich Neuholland an. |
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Acacia Catechu Willd.,
10 m hoher, oft etwas verkrüppelter Baum mit schwerem, hartem, braunem
oder dunkelrotem Kernholz, gelblichweißem Splintholz, brauner, rissiger
Rinde, mächtiger Krone, kurzdornigen Zweigen, bis 30 cm langen Blättern
und achselständigen, gelben Blütenähren, wächst in Vorder- und
Hinterindien, auf Ceylon, liefert Nutzholz und Katechu.
Letzteres wird in Bengalen, Maissur und Gudscharat auch aus dem Holz
der sehr ähnlichen Acacia Suma Kurz. gewonnen, welche in Abessinien einer
der häufigsten Waldbäume (Kakamut) ist. In Spalten des Holzes sich
findende kristallinische Ausscheidungen von Katechin werden in Indien
unter dem Namen Keersal arzneilich benutzt. Auch dient die Rinde von
Acacia Catechu zum Gerben.
Acacia Senegal Willd. (Acacia Verek Guill. et Perrot., Haschab, Verek),
ein 6 m hoher Baum, oft strauchartig, mit weißem, sehr hartem Holz,
grauer, rissiger Rinde und dicken Lagen gelben oder purpurroten Bastes,
kleinen, doppelt gefiederten Blättern, schwarzen Stacheln, langen,
hellgelben Blütenähren und dünnlederigen, gelblichen, linealischen
Hülse bildet ausgedehnte Wälder in Senegambien und Kordofan, im
Stromgebiet des Weißen Nils und des Atbara und liefert arabisches Gummi
und Senegalgummi. Ebenso die sehr ähnliche Acacia glaucophylla Steud., in
dem abessinischen Hochland, dem südlichen Nubien, dem Somalland und in
Arabia felix.
Auch Acacia abyssinica Hochst. (Tschéa), ein mittelgroßer Baum mit
bleich gelblicher Rinde, kurzen, braunspitzigen Dornen, kleinen, doppelt
gefiederten Blättern und weißlichen Blüten in lange Rispen bildenden,
kugeligen Köpfen, in Abessinien und dem Somalland, liefert Gummi.
Acacia arabica Willd. (Acacia nilotica Del., Acacia vera Dec., Ssant, Sont),
ein hoher Baum mit gekrümmtem, braunrindigem Stamm, fein behaarten
Ästen, Blatt- und Blütenstielen, weißgrauen Dornen, zitronengelben,
angenehm
duftenden Blumenköpfen, filzigen oder kahlen, lang zugespitzten Hülsen
und braunen Samen, in Ägypten, besonders aber in Kordofan und
Senaar und ganze Wälder bildend in Abessinien, auch in Asien bis
Ostindien, liefert Gummi und in der indischen Varietät die
gerbsäurereichen Bablahhülsen; doch werden auch die Hülsen der
afrikanischen Varietät als Garrat zum Gerben benutzt. |
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Acacia fistula Schweinf. (Acacia Seyal Del., var. fistula, Ssoffar),
merkwürdig durch die langen, starken, am Grund infolge eines
Insektenstichs konstant zwiebelig angeschwollenen und hier hohlen,
elfenbeinweißen Dornen, in Nubien und Senaar, liefert rötliches Gummi
und bildet mit Acacia stenocarpa Hochst. (Talch, Talha, Kakul) ausgedehnte
Wälder im Gebiet des Atbara und der Zuflüsse des Bahr el Azrak.
Acacia horrida Willd. (langdornige Akazie, Kapschotendorn), am Kap und in
Arabien, liefert wenig wertvolles Kapgummi und Gerberrinde.
Acacia Julibrissin Willd., 6–8 m hoher, unbewehrter Strauch mit großen,
eleganten, doppelt gefiederten Blättern und rosenroten Blüten, stammt
aus Persien und wird als Zierpflanze kultiviert.
Acacia Farnesiana Willd. (Antillenkassie), ein dorniger Strauch mit
doppelt gefiederten Blättern und gelben Blütenköpfchen, aus dem
tropischen Amerika, wird in den Tropen, in Italien und
Südfrankreich (jährlich 10–20,000 kg) der köstlich duftenden Blüten
halber kultiviert, die aus Südfrankreich als Kassiablüten weit
verschickt und in der Boukettbinderei und Parfümerie benutzt werden. Die
gerbsäurereichen Hülsen kommen als Bablah in den Handel; die Wurzel dient auf den Antillen zum Gerben und Schwarzfärben.
Acacia lophanta Willd., unbewehrt, baumartig, 3–4 m hoch, mit doppelt
gefiederten Blättern und hellgelben Blüten in langen und leichten
Büscheln, auf dem Australkontinent, wird in mehreren Varietäten als
Zierpflanze kultiviert; eine der beliebtesten Zimmerpflanzen.
Acacia decurrens Willd., ein unbewehrter Baum mit doppelt gefiederten
Blättern und kleinen, gelben, in Trauben stehenden Blütenköpfchen, in
Neusüdwales, Victoria, Südaustralien etc., liefert Kino und eine
vortreffliche Gerberrinde (Black Wattle Bark), zu deren Gewinnung der
Baum, ebenso Acacia penninervis, welches die Goldwattlebark liefert,
bereits in ausgedehnten Schälwäldern kultiviert wird. Diese
Schälwälder geben 14mal größern Ertrag als unsre Eichenschälwälder.
Andre australische Arten liefern ebenfalls wertvolle Gerberrinden (vgl.
Mimosarinden), manche, namentlich Acacia pycnantha Benth., außerdem ein
bräunliches Gummi. Die Arten mit Phyllodien werden vielfach ihrer
Schönheit, ihres originellen Habitus oder des Blütendufts halber als
Zierpflanzen kultiviert, namentlich Acacia armata R. Br., Acacia
floribunda Willd., Acacia hastulata Sm., Acacia lineata Cunningh., Acacia
longifolia Willd., Acacia vestita Ker. u. a. Einige Akazienarten, wie
Acacia Lebbeck Willd. auf Réunion, Acacia melanoxylon R. Br., in Tasmania,
Acacia mollissima Willd. in Victoria und Acacia excelsa Benth., in
Queensland, liefern sehr hartes und festes Arbeits- und Kunstholz. |
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Weiterführende
Informationen
Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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