Ackerveilchen

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Stiefmütterchen, wildes

auch: Ackerveilchen, Dreifaltigkeitskraut, Feldstiefmütterchen, Wildes Stiefmütterchen

Familie:

Veilchengewächse

  (Violaceae)

Heartsease (engl.)

 

Lt: Viola tricolor

Kleine Pflanzenkunde

Wildes Stiefmütterchen

Das Wilde Stiefmütterchen gedeiht auf Feldern, Ödland und Wiesen in Europa. Es handelt sich um eine einjährige bis mehrjährige Pflanze, die Wuchshöhen bis zu 30 Zentimeter erreicht. Die Sprosse haben eine zart-grüne bis gelblichgrüne Färbung. Die Blätter stehen wechselständig, sind gestielt und gekerbt, mit großen, gefiederten Nebenblättern. Das Wilde Stiefmütterchen blüht oft weiß, gelb und/oder blau-violett. Die Blüten sind lang gestielt, mit fünf ungleichen Kronblättern. Das Sammeln und Trocknen der Pflanze ist nicht einfach. Es muss rasch und sehr vorsichtig geschehen, um das Ausreifen der Blüten zu vermeiden. Die getrockneten Blüten bewahren ihre Farbe nur unter Luftabschluss.

Blütezeit/Sammelzeit: Mai bis September

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Wildes Stiefmütterchen

Heilend, fördernd und kräftigend für: Haut, Gewebe

Anwendung bei: Hautleiden, Hauterkrankungen, Milchschorf der Kinder, Halsentzündungen, Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Eigenschaften: antiphlogisitsch (entzündungshemmend), juckreizstillend, stoffwechselfördernd

Wirksame Teile: Stiemütterchenkraut (Violae tricoloris herba) - zur Blütezeit gesammelt

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Schleimstoffe

  

Rezepturen  &  Produkte

Wildes Stiefmütterchen

Die Anwendung erfolgt innerlich als Tee und äußerlich zu Umschlägen, Spülungen oder Teilbädern.

Teeaufguss: Etwa zwei Teelöffel voll Stiefmütterchenkraut mit 150 ml heißem Wasser übergießen und nach 10 Minuten durch ein Teesieb geben. 

Als Aufguss oder Abkochung zur äußerlichen Anwendung: 1,5 g auf 1 Tasse Wasser, 3 x täglich (Kom E)

Interessant: Nach Samuel Hahnemann (Begründer der Homöopathie): »Das Freisamveilchen (Viola tricolor) verstärkt Anfangs die Hautausschläge, und zeigt dadurch seine Hautausschlag erregende, folglich eben dergleichen wirksam und dauerhaft heilende Kraft an.« (Journal der practischen Arzneykunde und Wundarzneykunst, herausgegeben von C.W. Hufeland, 1796, 2. Band)

   

   

In der Tierheilkunde

Zur Anregung des Stoffwechsels und zur Unterstützung der Entgiftung kann ein Aufguss aus Walnuss-, Brennnessel- und Birkenblättern, Ackerschachtelhalmkraut, Holunderblüten und Ackerstiefmütterchenkraut dem Futter beigemischt werden.

Allgemeine Empfehlung

   

   

In alten Büchern gestöbert

Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Hérba víolae tricolóris oder H. jacéae. Stiefmütterchen, Freisamkraut.
Víola trícolor. Violacéae. Ueberall gemein.
Soll nur von der blau blühenden Varietät und von wild wachsenden Pflanzen während der Blüthezeit gesammelt werden. Geruch schwach; Geschmack süsslich, schleimig, etwas scharf. Irgend nennenswerthe Bestandtheile sind nicht bekannt, gilt jedoch als ein vorzügliches blutreinigendes Mittel.

   

Merck`s Warenlexikon, 1884; Autorenkollektiv, Verlag von G. A. Gloeckner, Leipzig, Dritte Auflage, 1884; Seite 556; Warenbeschreibung

Dreifaltigkeitsblume, herba violae tricoloris, herba jaceae); das getrocknete blühende Kraut des wildwachsenden Stiefmütterchens, Viola tricolor (L.), wird in Apotheken und Kräutergewölben als Thee gegen Hautkrankheiten verkauft; es besitzt einen nur schwachen Geruch und süßlich schleimigen Geschmack. Es muß jährlich frisch gesammelt werden. 

   

   

Weiterführende Informationen

E-Monographie

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Aalhorn ] Abrahamstrauch ] Absinth ] Achilleskraut ] Ackerkratzdistel ] Ackerkraut ] Ackermennig ] Ackerschachtelhalm ] Ackerschnalle ] [ Ackerveilchen ] Adonisröschen ] Afrikanische Teufelskralle ] Aglei ] Ahlbeere ] Akazie ] Akeley ] Alant ] Alexandriner Senna ] Allheilwurzel ] Aloe ] Alraune ] Andorn ] Anemone ] Angelika ] Anis ] Anthoskraut ] Antonirose ] Aprilblume ] Aquileja ] Arnika ] Aronstab ] Artischocke ] Arzneilungenkraut ] Asche ] Attich ] Aufrechtes Fingerkraut ] Augentrost ]

 

 

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