Verarbeitung

Heilpflanzen Gesundheit Pflegerezepturen Einfluss des Mondes Kräuter-Garten

 

Tee / Aufguss

Die frischen Kräuter werden gründlich gereinigt, zerschnitten und in der entsprechenden Menge in ein Glasgefäß gegeben. Wasser wird kochend bzw. siedend über die vorbereiteten Kräuter gegossen. Frische Kräuter nur kurz ziehen lassen (eine Minute genügt). Getrocknete Kräuter sollten etwas länger ziehen (zwei Minuten). Grundsätzlich verwendet man einen gehäuften Teelöffel Kräuter auf einen viertel Liter Wasser oder je nach Zubereitungsanleitung. Der Teebehälter sollte aus Glas, Steingut, Ton oder Email sein.

Dill

 

Brunnenkresse

 

Große Brennnessel

 

Breitwegerich

 

Bockshornklee

 

Bittersüß

 

Birke

 

Beinwell

 

Bärlapp

 

Baldrian

 

Augentrost

 

Arnika

 

Alant

 

Adonisröschen

 

Lungenkraut

 

Liebstöckel

 

Lavendel

 

Kiefer

 

Kalmus

 

Hagebutte

 

Hopfen

 

Fichte

 

Hauhechel

Kaltauszug

Die Pflanzenteile werden in kaltem Wasser längere Zeit eingeweicht. Die Zubereitung sollte in einem bedeckten Behälter, an einem kühlen Ort (nicht im Kühlschrank) für die vorgegebene Zeit ziehen (i.d.R. bis zu zwölf Stunden). Kaltauszüge werden sehr schnell von Mikroorganismen befallen. Sie müssen deshalb rasch verbraucht werden.

Absud / Auskochung

Die Pflanzenteile werden in kaltes Wasser gelegt und in einem geschlossenen Behälter nach Vorschrift gekocht.

Duftwasser

Die Lösung kleiner Mengen duftender ätherischer Öle in Wasser, zum Beispiel Rosenwasser (etwa 1 mg Rosenöl auf 1 Liter Wasser).

Inhalation / Dampf

Die Anreicherung von Dampf mit ätherischen Ölen.

Mundwasser / Gurgellösung

Flüssigkeit zum Spülen von Mund, Rachen, Hals, Mandeln und Zahnfleisch. Gurgellösungen können desinfizierende/antiseptische, adstringierende, abschwellende, entzündungshemmende oder geruchsbindende Wirkung haben. Die Lösung nach der Anwendung ausspucken.

Honigpräparat

Ein Auszug pflanzlicher Wirkstoffe mit Honig oder einem Honig-Wassergemisch (zum Beispiel Fenchelhonig).

Essenz / Tinktur / alkoholischer Auszug

Eine Tinktur ist eine durch das Ziehenlassen frischer Pflanzen in Alkohol gewonnene Flüssigkeit. Tinkturen sind Auszüge, die mit 38%igem bis 40%igem Korn- oder Obstbranntwein gewonnen werden. Eine verschließbares Gefäß wird mit den jeweiligen Kräutern gefüllt und mit Obst- oder Kornbranntwein übergossen. Die Flaschen werden gut verschlossen für rund 14 Tage an einen warmen Ort (etwa 20°C) gestellt. Dabei sollte man öfters schütteln, nach dem Zeitraum abseihen und den Rückstand auspressen. Tinkturen werden innerlich (tropfenweise, verdünnt mit Tee) eingenommen oder äußerlich zu Umschlägen oder Einreibungen verwendet.

Extrakte

Die Behandlung der getrockneten oder pulverisierten Pflanzenteile mit einem Lösungsmittel (Wasser, Alkohol, Äther), welches ihr die wirksamen Substanzen entzieht. Das Lösungsmittel wird anschließend im Vakuum abgedampft. Industriell werden Extrakte heute auch durch Gefriertrocknung und Sprühtrocknung gewonnen. Bei diesen Verfahren bleiben auch empfindliche Wirkstoffe erhalten.

Breiumschläge

Ein auf kaltem Wege oder durch Abkochung hergestellter Pflanzenbrei, wird direkt auf die betroffene Körperpartien aufgetragen und mit einem Verband abgedeckt. 

Dunstumschläge / Umschläge / Wickel

Wasser wird in einem Topf zum Kochen gebracht. Darüber hängt man ein Sieb, in das frische oder getrocknete Kräuter gelegt werden und deckt ab. Die so aufgeweichten und warmen Kräuter gibt man in ein Tuch und legt es auf die erkrankte Stelle. Dieser Umschlag sollte mit einer Bandage vorsichtig abgebunden werden. Solche Umschläge sollten mindestens zwei Stunden oder besser über Nacht einwirken.

Gel

Eine halbfeste, klare Lösung, deren Konsistenz durch Quellstoffe zustande kommt, zum Beispiel Gelatine.

Frischsaft

Frischsäfte von Kräutern eignen sich zum tropfenweise Einnehmen oder zum Betupfen von kranken Körperstellen. Sie werden mit der Zentrifuge gewonnen. Die Säfte sollten täglich frisch zubereitet werden. In kleine Flaschen gefüllt, gut verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt, halten sie sich einige Wochen.

Wein

Ein Kräuterauszug in Wein.

Salben

Salben sind nur aus fettartigen Substanzen bestehende halbfeste Zubereitungen (zum Beispiel Vaseline) mit darin gelösten pflanzlichen Wirkstoffen. 

Kräuteröle

Für die Zubereitung einfacher Ölauszüge/Kräuteröle füllt man die Blüten oder Kräuter locker bis zum Hals in eine Schraubflasche. Die Füllung übergießt man mit kalt gepresstem Olivenöl, so dass das Öl etwas über den Blüten/Kräutern steht. Rund 14 Tage sollte man die Flasche in der Sonne oder in Ofennähe stehen lassen.

Öle (ätherische)

Man unterscheidet fette Öle und ätherische Öle. Fette Öle werden aus Samen oder Früchten gepresst. Sie dienen zur Herstellung von Salben oder Ölauszügen (zum Beispiel Mandel- oder Olivenöl). Ätherische Öle sind flüchtige und daher geruchsintensive Flüssigkeiten, die wie die fetten Öle nicht mit Wasser mischbar sind. Ätherische Öle werden meist durch Wasserdampfdestillationen gewonnen. Sie haben vielfältige Heilwirkungen

Pflegebäder / Vollbad

Die heilsamen Substanzen der Pflanzen dringen rasch durch die Haut ein (Osmoseprinzip). Man benötigt für ein Vollbad einen Eimer (etwa sechs Liter) voll frischer oder 200 Gramm getrocknete Kräuter. Die notwendigen Kräuter werden über Nacht kalt angesetzt. Am nächsten Tag wird die Mischung erwärmt (siehe Absud) und man gießt sie zum Badewasser. Die Badedauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten. Nach dem Bad sollte man sich bestenfalls nicht abtrocknen, sondern mit Badetuch oder -mantel im Bett eine Stunde ruhen.

Pflegebäder / Sitzbad

Die heilsamen Substanzen der Pflanzen dringen rasch durch die Haut ein (Osmoseprinzip). Man benötigt für ein Sitzbad einen halben Eimer (etwa drei Liter) frischer oder 100 Gramm getrocknete Kräuter. Die notwendigen Kräuter werden über Nacht kalt angesetzt. Am nächsten Tag wird die Mischung erwärmt (siehe Absud) und man gießt sie zum Badewasser. Die Wassermenge sollte bis über die Nieren reichen und die Badedauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten. Nach dem Bad sollte man sich bestenfalls nicht abtrocknen, sondern mit Badetuch oder Bademantel im Bett eine Stunde ruhen.

Fußbad / Handbad

Man bringt zwei Liter Wasser zum Kochen, lässt es etwa fünf Minuten stehen und mischt dann getrocknete Kräuter bei. Mengen sind abhängig von der jeweiligen Pflanze.

Creme

Eine halbfeste, aus einer öligen und einer wässrigen Flüssigkeit (Emulsion) bestehende Zubereitung. Cremes sind mit Hilfe von Emulgatoren stabilisiert. Die pflanzlichen Wirkstoffe können sich sowohl in der öligen als auch in der wässrigen Phase befinden.

Emulsion

Eine Flüssigkeit oder halbfeste Zubereitung (Creme), bestehend aus einer öligen und einer wässrigen Phase. Die eine Phase ist mit Hilfe eines Emulgators in Form feinster Tröpfchen in der anderen verteilt. Je nachdem welche Phase fein verteilt vorliegt unterscheidet man Öl in Wasser Emulsionen oder Wasser in Öl  Emulsionen.

Ausgewählte Rezepturen

Bärlapp

Bärlappkissen

Getrockneter Bärlapp (100 g bis 300 g) wird in ein Kissen gefüllt, das über Nacht auf die schmerzhaften Krampfstellen gelegt wird. Dieses Kissen behält bis zu einem Jahr seine Wirkung.

 
Echte Kamille

Kamillekissen

Ein Leinensäckchen wird mit getrockneten Kamillenblüten gefüllt und zugeheftet. In einer trockenen Pfanne gut erwärmt und dann aufgelegt.

Aussaat & Pflege ] Pflanzenschutz ] Sammel-Tipps ] Sammel-Kalender ] [ Verarbeitung ]

 

Durchsuchen Sie unsere Website mit google



 

 

 

Kleines Fachlexikon

Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen und Verarbeitung

Home Kontakt Impressum Literatur Downloads

© TerraLuna - Kräuterland 2008 - 2009