Tee / Aufguss
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Die frischen Kräuter werden
gründlich gereinigt, zerschnitten und in der entsprechenden Menge in ein
Glasgefäß gegeben. Wasser wird kochend bzw. siedend über die vorbereiteten Kräuter gegossen.
Frische Kräuter nur kurz ziehen lassen (eine Minute genügt). Getrocknete Kräuter
sollten etwas länger ziehen (zwei Minuten). Grundsätzlich verwendet man
einen gehäuften Teelöffel Kräuter auf einen viertel Liter Wasser oder je nach
Zubereitungsanleitung. Der Teebehälter sollte aus Glas, Steingut, Ton oder Email sein.
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Kaltauszug
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Die Pflanzenteile
werden in kaltem Wasser längere Zeit eingeweicht. Die Zubereitung sollte in einem bedeckten Behälter, an einem kühlen Ort (nicht
im Kühlschrank) für die vorgegebene Zeit ziehen (i.d.R. bis zu zwölf Stunden). Kaltauszüge werden sehr schnell von Mikroorganismen befallen. Sie müssen deshalb rasch verbraucht
werden.
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Absud
/ Auskochung
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Die
Pflanzenteile werden in kaltes Wasser gelegt und in einem geschlossenen Behälter nach Vorschrift gekocht. |
Duftwasser
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Die
Lösung kleiner Mengen duftender ätherischer Öle in Wasser,
zum Beispiel
Rosenwasser (etwa 1 mg Rosenöl auf 1 Liter Wasser). |
Inhalation
/ Dampf
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Die
Anreicherung von Dampf mit ätherischen
Ölen. |
Mundwasser / Gurgellösung
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Flüssigkeit zum Spülen von Mund, Rachen, Hals, Mandeln und Zahnfleisch. Gurgellösungen können
desinfizierende/antiseptische, adstringierende, abschwellende, entzündungshemmende oder geruchsbindende Wirkung haben.
Die Lösung nach der Anwendung ausspucken. |
Honigpräparat
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Ein
Auszug pflanzlicher Wirkstoffe mit Honig oder einem Honig-Wassergemisch (zum
Beispiel Fenchelhonig). |
Essenz / Tinktur /
alkoholischer Auszug
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Eine
Tinktur ist eine durch das Ziehenlassen frischer Pflanzen in Alkohol gewonnene Flüssigkeit.
Tinkturen sind Auszüge, die mit 38%igem bis 40%igem Korn- oder Obstbranntwein gewonnen
werden. Eine verschließbares Gefäß wird mit den jeweiligen Kräutern gefüllt und mit Obst- oder Kornbranntwein übergossen.
Die Flaschen werden gut verschlossen für rund 14 Tage an einen warmen Ort
(etwa 20°C) gestellt. Dabei sollte man öfters schütteln, nach dem
Zeitraum abseihen und den Rückstand auspressen. Tinkturen werden innerlich
(tropfenweise, verdünnt mit Tee) eingenommen oder äußerlich zu Umschlägen oder Einreibungen verwendet. |
Extrakte
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Die
Behandlung der getrockneten oder pulverisierten Pflanzenteile mit einem Lösungsmittel (Wasser, Alkohol, Äther),
welches ihr die wirksamen Substanzen entzieht. Das Lösungsmittel wird anschließend im Vakuum abgedampft.
Industriell werden Extrakte heute auch durch Gefriertrocknung und Sprühtrocknung gewonnen. Bei diesen Verfahren bleiben auch empfindliche Wirkstoffe erhalten. |
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Ein
auf kaltem Wege oder durch Abkochung hergestellter Pflanzenbrei, wird
direkt auf die betroffene Körperpartien aufgetragen und mit einem Verband abgedeckt. |
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Wasser
wird in einem Topf zum Kochen gebracht. Darüber hängt man ein Sieb, in
das frische oder getrocknete Kräuter gelegt werden und deckt ab. Die so
aufgeweichten und warmen Kräuter gibt man in ein Tuch und legt es auf die
erkrankte Stelle. Dieser Umschlag sollte mit einer Bandage vorsichtig
abgebunden werden. Solche Umschläge sollten mindestens zwei Stunden oder
besser über Nacht einwirken. |
Gel
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Eine
halbfeste, klare Lösung, deren Konsistenz durch Quellstoffe zustande
kommt, zum Beispiel Gelatine. |
Frischsaft
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Frischsäfte von Kräutern eignen sich zum tropfenweise Einnehmen oder zum Betupfen von kranken Körperstellen. Sie werden mit der
Zentrifuge gewonnen. Die Säfte sollten täglich frisch zubereitet werden. In kleine Flaschen gefüllt, gut verschlossen
und im Kühlschrank aufbewahrt, halten sie sich einige Wochen. |
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Ein
Kräuterauszug in Wein. |
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Salben
sind nur aus fettartigen Substanzen bestehende halbfeste Zubereitungen (zum
Beispiel
Vaseline) mit darin gelösten pflanzlichen Wirkstoffen. |
Kräuteröle
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Für
die Zubereitung einfacher Ölauszüge/Kräuteröle füllt man die Blüten oder Kräuter locker
bis zum Hals in eine Schraubflasche. Die Füllung übergießt man mit kalt
gepresstem Olivenöl, so dass das Öl etwas über den Blüten/Kräutern steht.
Rund 14 Tage sollte man die Flasche in der Sonne oder in Ofennähe stehen lassen. |
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Man
unterscheidet fette Öle und ätherische
Öle. Fette Öle werden aus Samen
oder Früchten gepresst. Sie dienen zur Herstellung von Salben oder Ölauszügen
(zum Beispiel Mandel- oder Olivenöl). Ätherische Öle sind flüchtige und daher
geruchsintensive Flüssigkeiten, die wie die fetten Öle nicht mit Wasser
mischbar sind. Ätherische Öle werden meist durch
Wasserdampfdestillationen gewonnen. Sie haben vielfältige Heilwirkungen. |
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Die
heilsamen Substanzen der Pflanzen dringen rasch durch die Haut ein
(Osmoseprinzip). Man benötigt für ein Vollbad einen Eimer (etwa sechs Liter) voll frischer oder 200
Gramm getrocknete Kräuter.
Die notwendigen Kräuter werden über Nacht kalt angesetzt. Am nächsten Tag wird die
Mischung erwärmt (siehe Absud) und man gießt sie zum Badewasser. Die
Badedauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten. Nach dem Bad sollte man
sich bestenfalls nicht abtrocknen, sondern mit Badetuch oder -mantel im Bett eine Stunde
ruhen. |
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Die
heilsamen Substanzen der Pflanzen dringen rasch durch die Haut ein
(Osmoseprinzip). Man benötigt für ein Sitzbad einen halben Eimer (etwa
drei Liter) frischer oder
100 Gramm getrocknete Kräuter. Die notwendigen Kräuter werden über Nacht kalt angesetzt. Am nächsten Tag wird die
Mischung erwärmt (siehe Absud) und man gießt sie zum Badewasser. Die
Wassermenge sollte bis über die Nieren reichen und die Badedauer sollte 20 Minuten
nicht überschreiten. Nach dem Bad sollte man sich bestenfalls nicht abtrocknen, sondern mit Badetuch oder
Bademantel im Bett eine Stunde ruhen. |
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Man
bringt zwei Liter Wasser zum Kochen, lässt es etwa fünf Minuten stehen und
mischt dann getrocknete Kräuter bei. Mengen sind abhängig von der
jeweiligen Pflanze. |
Creme
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Eine
halbfeste, aus einer öligen und einer wässrigen Flüssigkeit (Emulsion) bestehende Zubereitung. Cremes sind mit Hilfe von Emulgatoren stabilisiert. Die
pflanzlichen Wirkstoffe können sich sowohl in der öligen als auch in der wässrigen Phase befinden. |
Emulsion
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Eine
Flüssigkeit oder halbfeste Zubereitung (Creme), bestehend aus einer öligen und einer wässrigen Phase. Die eine Phase ist mit Hilfe eines Emulgators in Form feinster Tröpfchen in der anderen verteilt. Je nachdem welche Phase fein verteilt vorliegt unterscheidet man Öl in Wasser
Emulsionen oder Wasser in Öl Emulsionen. |
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Ausgewählte Rezepturen
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Bärlappkissen |
Getrockneter Bärlapp (100 g bis 300 g) wird in ein Kissen gefüllt, das über Nacht auf die schmerzhaften Krampfstellen gelegt wird. Dieses Kissen behält bis zu einem Jahr seine Wirkung. |
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Kamillekissen |
Ein Leinensäckchen wird mit getrockneten
Kamillenblüten gefüllt und zugeheftet. In einer trockenen Pfanne gut erwärmt und dann
aufgelegt. |
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